Sack&Pack
Inhalt
Camping-Zubehör
Wir haben uns für das Zelt “Hubba Hubba” von MSR entschieden, da es mit seinen 1’890 Gramm ein richtiges Leichgewicht ist. Zudem gefällt uns die Querverstrebung, welche den Innenraum erheblich vergrössert. Das Zelt hat auf jeder Seite einen Eingang und eine genug grosse Abside um den Rucksack darunter zu verstauen. Die Fläche des Zelts ist genug gross für zwei Isomatten. Einige Testberichte findet ihr auf den outdoorseiten. Unsere jetzigen Erfahrungen sind grösstenteils hervorragend: Schneller Aufbau, geringes Gewicht, grosser Innenraum. Einzige Schwachstelle: Es sammelt sich relativ viel Kondenswasser auf der Innenseite des Aussenzeltes, welches im schlimmsten Fall durch das feine Netz des Innenzeltes tropfen kann. Wir versuchen das Zelt etwas besser abzuspannen um den Kontakt zwischen Innen- und Aussenzelt zu minimieren.
Damit wir uns unterwegs etwas feines kochen oder Teewasser aufsetzten können benötigen wir ebenfalls einen Kocher. Da wir nicht genau wissen, wo die Reise durchgehen wird, brauchen wir einen Mehrstoff-Kocher, der mit so ziemlich allen Brennstoffen zurecht kommt (Diesel, Benzin, Reinbenzin, Petrolium, Kerosin und natürlich Gas). Wir haben uns für den OmniFuel von PRIMUS entschieden. Ein erstes Testkochen war erfolgreich.
Der Kocher alleine reicht jedoch nicht. Bei der Auswahl der Pfannen haben wir uns für das Pfannenset von MSR entschieden, weil dies sehr kompakt ist und für uns das wichtigste beinhaltet. Es enthält: Beschichteter 1,5 l Topf, 2,5 l Topf, Siebdeckel, 2 Teller, 2 Edelstahl-Isobecher und einen Topfgriff. Beim Besteck haben wir uns für ein leichtes Set entschieden, ist angenehm zum Essen und beinhaltet einen Löffel, ein Messer und eine Gabel, alles zusammen: 22g (!).
Schlafsack: Die Nächte in Patagonien können unter 10 Grad sein. Wir haben uns deshalb für einen Daunenschlafsack entschieden. Ist zwar relativ schwer, gibt aber schön warm. Ein guter Artikel über die verschiedenen Schlafsackmaterialien und dessen Eigenschaften findet ihr hier auf den outdoorseiten.
Wir haben festgestellt, dass ein gutes Kopfkissen wichtig ist. Zuerst haben wir es mit einem aufblasbaren ohne Füllmaterial versucht. Dies stellte sich jedoch schnell als Fehlkauf heraus. Das Kissen ist zuwenig stabil und führt deshalb zu einem unruhigen Schlaf. Schlussendlich haben wir uns für einen Packsack entschieden, der in der Nacht zu einem Kopfkissen umfunktioniert werden kann.
Bekleidung
Das Problem kennen alle, die draussen unterwegs sind: die Bekleidung sollte allen äusseren Bedingungen standhalten, den Körper möglichst warm halten, gegen Wind und Wetter schützen, aber trotzdem kaum Platz benötigen und zudem sehr leicht sein. Die intelligente, da flexible Lösung dieses Problems, ist das Schichtenprinzip! Durch gezieltes Kombinieren von Kleidungsstücken soll auf alle Witterungs- und Temperaturverhältnisse optimal reagiert werden können, wobei der Vorteil dieses Prinzips in der Flexibilität und Gewichtsreduktion liegt
1. Schicht
Die erste Schicht (Innenschicht, Baselayer) liegt direkt auf der Haut und ist dafür verantwortlich, dass Körperfeuchtigkeit schnell aufgenommen und flächendeckend verteilt wird und somit eine schnelle Verdunstung ermöglicht. Durch den schnellen Abtransport der Feuchtigkeit kühlt der Körper nicht ab. Wärmstens empfehlen können wir funktionale Wäsche, welche aus Merinowolle gefertigt wurde. Merino heißt eine Schafrasse mit ganz besonders feiner, dünner Wolle. Sie kratzt nicht, ist wesentlich geruchsneutraler als Kunstfasern und wärmt auch im feuchten Zustand zuverlässig. Ein Shirt (oder auch andere Unterwäsche) kann ohne schlecht zu riechen mehrere Tage getragen werden. Dies ist natürlich von Vorteil, wenn ihr euch auf einem mehrtätigen Trek nicht waschen könnt . Gute Qualität findet ihr zum Beispiel von der Marke Icebreaker. Wir haben je etwa 3 Shirts (Kurz- und Langarm) sowie Unterwäsche (3 Shorts) mit dabei.
2. Schicht
Die zweite Schicht (Zwischen-, Isolationsschicht) muss die Feuchtigkeit von der Innenschicht übernehmen und die vom Körper produzierte Wärme speichern können. Für diesen Zweck geeignet sind beispielsweise Pullover oder Jacken aus Fleece.
3. Schicht
Die dritte und äusserste Schicht (Aussen-, Wetterschutzschicht) dient dem Schutz vor Wetter und Wind. Wichtig bei dieser Schicht ist die Fähigkeit der Atmungsaktivität. Die Jacke soll zum einen Wasser- und Windfest sein, trotzdem aber die Körperfeuchtigkeit über die Membranen nach aussen weiterleiten können. Es bringt nicht viel, wenn die erste und zweite Schicht die Feuchtigkeit des Körpers übernimmt und sich schliesslich alles unter der letzten Schicht ansammelt. Je nach Wetterbedingungen und Temperaturen kann die dritte Schicht auch gleich direkt auf der ersten Schicht getragen werden. Die meisten dieser Hard-Shell Jacken sind aus Gore-Tex gefertigt. Dabei unterscheidet man weiter zwischen 2 / 2,5 und 3 Lagen. Informationen findet ihr direkt auf der Hersteller Webseite. Wir haben uns beide eine 3-lagige Pro Shell gekauft, Karin beim Mammut Rampenverkauf und ich habe mir eine von Haglöfs gekauft.
Kopfbedeckung
Windig soll’s sein am Ende der Welt. Deshalb werden wir sicher eine Kopfbedeckung mitnehmen. Aufgrund seiner Multifunktionalität haben wir uns für einen Buff entschieden.
Schuhe
Rucksack
Grundsätzlich entscheidet der Reisestil über die Wahl des Rucksackes. Werden längere Strecken mit dem Rucksack am Rücken zurückgelegt empfiehlt sich ein Trekkingrucksack, welcher auch über längere Zeit einen hohen Tragekomfort bietet. Im Vergleich zu Kofferrucksäcken ist das Trägersystem bei Trekkingrucksäcken auf höheren Komfort ausgelegt. Als Nachteil ist der etwas umständlichere Zugriff auf das Innenfach zu erwähnen. Der Inhalt des Innenfachs kann zwar ebenfalls über einen Reissverschluss von aussen erreicht werden, jedoch nicht so bequem wie bei einem Kofferrucksack, wo der ganze “Deckel” aufgeklappt werden kann. Rucksäcke müssen fürs Anprobieren unbedingt mit Gewicht gefüllt sein (~15kg) um den Komfort beurteilen zu können. Der Rucksack wird erst so eingestellt, dass er bequem auf der Hüfte sitzt, erst danach werden die Riemen der Schulterträger angepasst. Ich (David) habe mich für den Gregory Palisade mit 88 Litern entschieden. Gregory stellt ebenfalls eine Anleitung zur Verfügung, wie der Rucksack eingestellt werden soll.
Ordnung (Packsäcke)
Elektronik
Natürlich können wir nicht ohne das eine oder andere Gadget auf die Reise gehen. Wir werden begleitet von unseren iPhones (3G & 3GS), einem Netbook (welches uns das Bloggen und Kommunizieren mit Daheimgebliebenen ermöglicht), eine Digital-Kamera, einem GPS (Garmin eTrex Vista HCx) und den entsprechenden Ladegeräten. Da der Wertverlust von Elektronik in kurzer Zeit sehr gross ist, kaufen wir das fehlende Equipment erst kurz vor der Abreise.
Mobile
Unsere iPhones sind glücklicherweise beide “Unlocked”, wir können also im Ausland eine PrePaid SIM Karte kaufen und günstig SMS zu schreiben und je nach Land auch Daten-Dienste in Anspruch zu nehmen. Die Telefone sind auch gleichzeitig MP3-Player und werden wohl massgeblich zur Unterhaltung in den stundenlangen Busfahrten beitragen. Zudem hätte man in der Schweiz wohl nicht mehr allzu viel erhalten, wenn wir sie verkauft hätten. Mit Programmen wie WhatsApp und den unzähligen WLAN Hotspots bleibt man in guter Verbindung mit der Heimat.
Kamera
Wir konnten uns noch für keine Kamera entscheiden. Fest steht, dass wir mit Sicherheit keine grosse Spiegelreflex Kamera mitnehmen werden. Auch wenn diese qualitativ die besten Bilder macht, ist sie ersten viel zu schwer, nimmt viel Platz weg und wirkt wie ein Magnet auf Kriminelle. Seit August 2008 existiert ein neues Kamera-Format (Micro FourThirds), welches sehr nahe an die Qualität von Spiegelreflexkameras herankommt und trotzdem noch recht kompakt ist. Mit grösster Wahrscheinlichkeit werden wir uns für ein solches Modell entscheiden.
Netbook
Fast jede Woche erscheinen neue Netbooks. Wir legen wert auf das Gewicht, die Akkulaufzeit und die Verarbeitung (unter anderem auch auf einen matten Screen). Die Leistung an sich spielt für uns eher eine untergeordnete Rolle, da wir das Netbook primär zum Surfen, e-Mailen und vielleicht einmal für einen Low-Definition Film benötigen. Die neuste Generation der eeePC’s von ASUS (1015PEM) mit dem neuen Intel Dual Core Atom 550 Chip könnte hier das Rennen machen.
GPS
Das GPS brauchen wir einerseits um unsere Tracks aufzuzeichnen, welche wir später auf der Webseite publizieren möchten. Zudem können wir die Bilder geotaggen, d.h. die Bilder mit den Koordinaten des Aufnahmeortes versehen. Natürlich wird das GPS auch in grösseren Städten zur Navigation helfen und zu guter Letzt können wir damit GeoCaches suchen gehen. Es stellte sich heraus, dass von Südamerika kein offizielles Kartenmaterial von Garmin zur Verfügung steht. Wir werden daher auch selbst erstellte Karten zurückgreifen müssen. Falls wir geeignetes Material finden, werden wir dies sicher auf dieser Seite posten. Das Garmin eTrex Vista HCx ist schon seit mehreren Jahren unser treuer Begleiter, wurde schon von einem Auto überfahren, ist schon im Wasser gelanden und läuft nach fast 70’000 km noch immer einwandfrei. Uns gefällt die lange Batterielaufzeit (es können auch wiederaufladbare Batterien verwendet werden) und wie erwähnt die sehr robuste Bauweise.
Packliste
Einkauf
Das Einkaufen von Trekking-Kleidern und Zubehör macht unglaublich viel Spass. In den letzten Jahren hat sich so viel geändert was Material und dessen Gewicht angeht. So durften wir beispielsweise lernen, dass es heutzutage Zeltmaterial gibt, welches sich nach einem (kleinen) Loch automatisch ‘repariert’ und wiederverschliesst. Das Einkaufen geht jedoch auch sehr schnell ins Geld, da diese Materialen sehr teuer sind. Hier findet ihr eine kurze Zusammenstellung der Shops, in welchen wir unsere Ausrüstung gekauft haben.
- TRANSA in Zürich, DER Outdoor-Shop schlechthin. Die Beratung im TRANSA is nicht zu übertreffen, dafür ist man gerne auch bereit etwas mehr zu bezahlen.
- TRANSA Outlet ebenfalls in Zürich (beim Central), regelmässige Besuche lohnen sich hier.
- Bächli Sport Outlet in Volketswil, sehr grosse Auswahl für einen Outlet Shop zu guten Preisen
- Mammut Rampenverkauf (in Seon, Birren 5) findet zweimal jährlich statt (Früh-Sommer und Früh-Winter). Habe auf einem Blog gelesen, dass man über zukünftige Verkäufe informiert wird, wenn man eine Email an liqverkauf@mammut.ch schickt. Der nächste Verkauf findet vom 25.11.2010 – 27.11.2010 statt. Es lohnt sich auf jeden Fall früh dort zu sein um nicht stundenlang anstehen zu müssen für den Einlass.
- Outdoor-Shop (Adventure Company GmbH) in Freiburg (DE), super Beratung mit grosser Auswahl. Können wir definitiv empfehlen
- Magic Mount in Konstanz (DE), die Auswahl hier im Shop ist nich allzugross, es kann jedoch alles vorher bestellt und später im Laden abgeholt werden. Lässt sich super mit einer super Pizza in der Pizzeria “La Grotta” verbinden
- Dakar Shop in Murg (DE), wir waren nie persönlich da, die Auswahl auf der Webseite scheint jedoch sehr gut zu sein. Zudem befindet sich der Shop unmittelbar nach der Grenze
Allgemeine Informationen zum Einkauf in Deutschland:
Wir mussten (durften?) feststellen, dass viele Artikel (abzüglich der deutschen MwSt. und dem super €-Kurs) zum Teil nur knapp mehr als die Hälfte kosten von dem was man in der Schweiz dafür hätte bezahlen müssen. Natürlich darf man die Anfahrt, Benzinkosten etc. dabei nicht vergessen. Die Zollfreigrenze für mitgebrachte Artikel von Deutschland in die Schweiz liegt bei 300 CHF (~ 230 €) pro Person. Alles darüber muss zu dem üblichen CH-MwSt. Satz von 7.6% (ab 01.01.2011: 8%) verzollt werden. Die deutsche MwSt. von 19% wird zwar im Laden bezahlt, kann jedoch nach dem Abstempfeln des Ausfuhrscheines am deutschen Zoll wieder zurückgefordert werden. Der Betrag wird entweder beim nächsten Einkauf gutgeschrieben oder kann üblicherweise auch auf ein deutsches Konto überwiesen werden.
Wer im Detail wissen will, was wir wo und wann zu welchem Preis gekauft haben, kann sich gerne unsere Einkaufsliste für die Weltreise (XLS) anschauen.
























