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bolivien

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Auf den Spuren der Inkas

Die letzten Wochen standen ganz und gar im Zeichen der Bewegung und dies auf den Spuren der Inkas.

2011-05-08-13-10-30_dsc_0102Von der chaotischen Stadt ‚La Paz‘ aus begaben wir uns auf den Choro Trail. Ein Taxi brachte uns frühmorgens zum Ausgangspunkt der Wanderung. Ein harter, aber kurzer Aufstieg führte uns auf den über 4900 m.ü.M hohen Pass. Danach folgte der lange Abstieg. Wir verabschiedeten uns von der kargen Andenlandschaft und arbeiteten uns nach und nach in das tropische Tiefland vor. Der Weg, welcher von den Inkas als Handelsroute benutzt wurde, war spektakulär. Einfach bewundernswert in einer solchen Landschaft diese Steinwege zu erschaffen: Es muss eine Ewigkeit gedauert haben! Wir genossen den Weg entlang von einzelnen, abgelegenen Häusern, freundlich winkenden Einheimischen und natürlich den Lama-Scharen.

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Der zweite Tag war hart und lang, aber die Landschaft und vorallem die Abwechslung unterwegs motivierte uns immer wieder und umso mehr genossen wir das wohl verdiente Feierabendbier. Am dritten Tag nahmen wir den letzten Teil des insgesamt 3700 Meter langen Abstiegs in Angriff. Dank kurzem Autostopp sparten wir uns das Taxi und landeten an der Strassenkreuzung, von wo aus wir im Minibus wieder zurück nach ‚La Paz‘ gebracht wurden.

2011-05-11-17-47-35_dsc_0186Wir verabschiedeten uns von ‚La Paz‘ uns machten uns auf den Weg nach Copacabana am Titicacasee. Auf der Fahrt konnten wir noch einen letzten Blick auf die Stadt werfen: Spektakulär in einem Talkessel eingebettet zeigte sich die höchstgelegene Hauptstadt nochmals von der besten Seite. Copacabana war dann eine Enttäuschung, eine Touristenfalle keinesgleichen: Überteuert, aufdringlich und überfüllt. Wir machten uns gleich am nächsten Tag auf zur Isla del Sol, die Sonneninsel im Titicacasee. Wir genossen die Fahrt mit der Fähre auf dem See, der 13 Mal so gross ist wie unser Bodensee! Wir wollten dem Touristenstrom ausweichen und stiegen bereits im Süden der Insel aus, antizyklisches Verhalten hat sich bis jetzt immer gelohnt!:) So konnten wir in Ruhe loswandern. Wir bestaunten die von den Inkas hergestellten Terrassen, sahen Frauen mit ihren Schafherden unterwegs, Schweine am Strassenrand und Strände mit glasklarem, glitzerndem Wasser.

2011-05-12-14-45-34_dsc_0236Im Norden erreichten wir die Chikana-Ruinen mit dem heiligen Stein, wo die Geschichte der Inkamythologie ihren Lauf genommen haben soll. Von dort aus führte uns der Weg wieder zurück in den Süden, wo wir ein schönes Hotelzimmer bezogen. Bei der Frage nach einer warmen Dusche antwortete uns die Senora, dass wir nur maximal 4 Minuten duschen könnten, weil das Wasser auf der Insel so knapp wäre. Bisher gibt es nur eine einzige Wasserpumpe auf der ganzen Insel und die gehört einem französischen Pharmakonzern und dient dem Pflanzen giessen (!). Die übrigen Bewohner der bis zu 200 Meter hohen Insel müssen Wasser kanisterweise zu ihren Häusern tragen. Es wäre also eindeutiges Verbesserungspotential vorhanden. Nach einer erholsamen Nacht mit anschliessendem Zmorge in der Sonne mit Ausblick auf den See machten wir uns auf zurück nach Copacabana. Von dort aus ging’s direkt weiter in unser nächstes Reiseland: Peru.

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Wir hatten einen sehr guten ersten Eindruck vom Land: In Puno angekommen wurden wir freundlich behandelt, die Leute versuchten sich in Englisch mit uns zu unterhalten. Dies passierte in Bolivien so gut wie nie. Der Weg führte uns weiter in die Stadt Arequipa, welche uns mit ihren Kolonialbauten, dem Salta-ähnlichen Plaza und dem feinen Essen sehr gefiel. Die Stadt ist nicht nur von drei riesigen Vulkanen umgeben sondern liegt auch in der Nähe der Cotahuasi-Schlucht und des Colca Canyons, die  Schluchten mit bis zu 3000 Metern  Höhenunterschied zählen zu den tiefsten der Welt (Vergleich: Der Grand Canyon ist „nur“ 1200 Meter tief). Dies wollten wir uns nicht entgegen lassen und starteten deshalb unsere nächste Wanderung in den Colca Canyon.

2011-05-17-10-42-38_dsc_0323Der Bus führte uns nach ‚Chivay‘, einem Dorf, an dem wir vorallem den Markt liebten. Wir verpflegten uns mit fasnachtschüechli-ähnlichen Gebäcken, chinesischen Nudeln und Alpaca-Spiessli, damit wir dann auch gestärkt sind für die nächsten Tage. Morgens früh um 6.00 Uhr fuhren wir zusammen mit Udo, unserem temporären Reisegspändli aus Österreich, mit dem Bus zum „Cruz del Condor“.  Von hier aus konnten wir die über den Rand des Canyons aufsteigenden Kondore wunderbar beobachten. Wir sahen die Tiere bereits in Patagonien, aber sie sind immer wieder beeindruckend: Werden bis zu 70 Jahre alt, haben eine Spannweite von bis zu drei Metern und können bis zu 11 kg wiegen. Kaum zu glauben, dass sie noch fliegen können! :) Der Bus brachte uns weiter zum eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung. Es folgte ein steiler Abstieg in den Canon, bei welchem wir von zwei weiteren Kondoren begleitet wurden. Die Aussicht war herrlich! Unterwegs stärkten wir uns mit selbstgemachtem Pasta-Salat und frischen Feigen, welche wir auf dem Weg geschenkt bekamen. Glücklich kamen wir an unserem Ziel an: Die Oase Sangalle. 2011-05-17-16-08-47_dsc_0343 Direkt neben dem Pool stellten wir unser Zelt auf, bestellten uns ein Bier und hüpften kurzerhand in den Pool. Der Besitzer des Grundstückes gesellte sich später zu uns und erklärte uns, dass sie bald Strom haben werden und er sich überlegt, wie er das nutzen könnte. Er fragte uns um unsere Meinung. Wir diskutierten und stellten ihm am nächsten Tag unser Konzept zur Wellness-Oase vor. Er war begeistert und wir freuten uns auch über so viel Innovation – etwas, das wir in Bolivien vermissten. Der darauffolgende Aufstieg war mit über 1000 Metern hart, aber gutes Training! Zurück in ‚Chivay‘ belohnten wir uns mit einem Gang in die nahegelegenen Thermalquellen und anschliessendem Hungerstillen auf dem Markt: Das tat gut! Wir erholten uns und setzten am nächsten Tag die Reise via ‚Arequipa‘ nach ‚Cusco‘ fort.

Es war unsere erste Fahrt in der Nacht in Peru, deshalb informierten wir uns sorgfältig über die Busgesellschaften und zahlten gerne einen höheren Preis, der Sicherheit zu liebe. Sicherheit war dann auch wirklich gross geschrieben, auch wenn sie es einem zum Teil übertrieben vermitteln wollten: Wir wurden einzeln vor dem Einsteigen gefilmt und mussten sogar einen Fingerabdruck hinterlassen! Ein Schmunzeln konnten wir uns natürlich nicht verkneiffen. Ohne Zwischenfälle kamen wir heil in ‚Cusco‘, der Hauptstadt des Inkareiches, an. Wir wurden in eine schöne Unterkunft „gelockt“ und genossen anschliessend die beste (wenn auch bis jetzt erste) Pizza in Peru. Anschliessend freute sich vorallem David: Wir genossen einen sehr geschmacksvollen Kaffee, direkt aus der Region. Es folgte eine kurze Foto-Tour durch die Altstadt. 2011-05-20-20-55-17_dsc_0390Wir konnten so die von den Inkas erstellten Mauern bewundern. Unglaublich wie die Steine perfekt angepasst sind. Die Besichtigung der Stadt ist angenehmer am Abend, da man tagsüber dauernd angesprochen wird: Massagen, Guides, Touren, Ausrüstung, Essen…Der Tourismus läuft auf Hochtouren und dies natürlich wegen der nahegelegenen Ruinenstadt der Inkas: Machu Picchu. Dies war dann auch unser nächstes Ziel.

Machu Picchu kann enweder mit dem Zug oder auch zu Fuss erreicht werden. Wir entschieden uns jedoch gegen den offiziellen und weltbekannten Inca Trail. Dieser würde vier Tage dauern, wäre durchorganisiert, würde 500 USD kosten und das Negativste für uns: Man müsste ihn sehr früh (ca. 2-3 Monate) im Voraus reservieren, da von der Regierung eine Maximalanzahl von 500 Wandern pro Tag erlaubt sind. Wir wollten auf eigene Faust losziehen und beschlossen Machu Picchu über den alternativen Salkantay-Trek zu erreichen. Wir brauchen keinen Guide, da David durch lange Recherchen GPS-Tracks im Internet fand, Köchin haben wir auch immer dabei und die Aufgabe des Schleppens durch die Maultiere übernehmen wir auch selbst. Mit dem Taxi machten wir uns auf nach ‚Mollepata‘. Dort übernachteten wir bei einem älteren Ehepaar, welches uns sehr umsorgte. Stolz zeigten sie uns ihren lebendigen Fleischvorrat: Die Meersäuli im Nebenraum! Es ist also nicht nur ein Gerücht, sie landen wirklich als Spezialität auf dem Teller.

2011-05-22-11-27-53_dsc_0081Morgens früh um 6.00 Uhr brachte uns das Taxi nach ‚Soraypampa‘, von wo aus wir den Aufstieg in Angriff nahmen. Auf 4700 m.ü.M. genossen wir einen atemberaubenden Anblick des Berges „Salkantay“, welcher sich durch die Wolken nur teilweise zeigte.  Vom Pass aus folgte der Abstieg. Wir wanderten vorbei an Zeltplätzen und Gruppen und waren immer wieder froh, selbst zu entscheiden, was wir jetzt wo machen möchten. Durch die Gruppen auf dem Trail folgen automatisch viele Maultiere und Pferde, welche die Ausrüstung und das Gepäck schleppen. Dies sieht man dann auch dem Weg an, was wir ein bisschen schade fanden. Angetrieben durch die verlockenden wärmeren Temperaturen, je tiefer wir gehen, wurde es ein langer Tag. Wir konnten das Zelt bei einer Familie im „Garten“ aufstellen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach die Leute zum Teil hier leben. Kein fliessend Wasser, das Haus selbst gebaut aus Holz und nur einem Raum für die ganze Familie, kein Strom und das WC natürlich auch dementsprechend. Sie machten uns jedoch einen zufriedenen Eindruck und beschenkten uns vor der Abreise mit Passionsfrüchten aus eigener „Produktion“. Nach 1,5 Stunden wandern, ging’s weiter mit dem Bus nach ‚Santa Teresa‘, danach mit dem Taxi nach ‚Hidroeléctrica ‘ und von da aus in gut zwei Stunden zu Fuss den Bahngeleisen entlang nach ‚Aguas Calientes‘. Auf den Zug verzichteten wir bewusst, da es ihn praktisch nur für die Touristen gibt und dementsprechend auch die Preise überteuert sind.

2011-05-24-08-34-36_panorama_machu_picchu_1Wir bezogen unsere Unterkunft, welche wir aber nicht lange nutzten. Um 4.00 Uhr war Tagwacht, wir kochten uns Nudeln auf unserem Kocher im Hotelzimmer, damit wir gestärkt waren für unser Vorhaben: Aufstieg zum Machu Picchu. Um 5.00 Uhr starteten wir den 500 Meter hohen Aufstieg. Es war ein riesen „Run“, alle hetzten den Berg hinauf aus dem Grund, weil nur die ersten 400 Personen den nahegelegenen Berg „Huayna Picchu“ besteigen dürfen. Das Training der vorgehenden Wanderungen hat sich gelohnt und wir holten uns den notwendigen Stempel. Noch vor dem Sonnenaufgang erblickten wir die überwältigende, terrassenförmige Stadt, welche zu dieser Zeit noch eine wohltuhende Ruhe ausstrahle. Uns schauderte kurz bei diesem mystischen Anblick, wunderschön! Wir nahmen uns zusammen mit vier weiteren Personen einen Guide, damit die „Steinhaufen“ einen Sinn ergeben. Um 10.00 Uhr stand dann die Besteigung des Huayna Picchus bevor. Die Bauweise des teilweise ziemlich kriminellen Weges verblüffte uns einmal mehr. Steilste Treppen führten uns schlussendlich zum Gipfel. 2011-05-24-11-42-00_dsc_0176Es war zwar schön, ins Tal zu blicken, doch der Anblick des Berges von unten gefiel uns irgendwie besser. Wir folgten trotzdem dem Hype, die Berechtigung für den Aufstieg zu bekommen. Ein schweizer Paar, welches wir angetroffen haben, stand sogar um 2.30 Uhr nachts auf, damit sie es mit dem Bus noch unter die ersten 400 schafften, kaum zu glauben. Wir genossen den Ausblick, verabschiedeten uns am Nachmittag vom eindrücklichen Ort und machten uns auf die Rückreise nach Cusco.

Von dort aus folgte die bis jetzt (vorallem für Karin) schlimmste Busfahrt: Nach Ica. Die Strecke ist schon sehr kurvenreich, ja, sie besteht eigentlich NUR aus Kurven (16 Stunden lang), kombiniert man dies noch mit einem etwas übermütigen Fahrer, könnte einem so schon schlecht werden. Karin hat aber zusätzlich noch etwas Schlechtes gegessen und litt deshalb unter Magenproblemen…Details ersparen wir euch. Die Geschwindigkeit wurde erst leicht reduziert, als ein verärgerter Fahrgast wie wild gegen die Fahrertür polterte und so ums Reduzieren der Geschwindigkeit bat. Eine Stunde vor dem Ziel schoss der Fahrer den Vogel, in unserem Fall in Form eines Taxis, ab. Der kleine Unfall passierte direkt vor den Augen der Polizei und so wurde unser Vorsprung durch das (zu) schnelle Fahren mit der Erledigung des Papierkrams kompensiert. Erschöpft und froh, noch am Leben zu sein, kamen wir in Ica an. Wir bezogen ein schönes Hotelzimmer und verschrieben die nächsten Tage ganz und gar der Erholung. Erst der vierte Tag war wieder von ein wenig Aktivität geprägt. Wir besuchten die nahegelegene und einzige Oase Südamerikas: Huacachina.

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Der Anblick der von hohen Sanddünen umgebenen Touristenattraktion war schön. Wir beliessen es aber bei einem kurzen Abstecher ohne waghalsiges Sandboarden die steilen Hügel hinab. Darauf folgte ein Besuch der Bodega „El Catador“. Hier wird der für diese Region bekannte süsse Wein und natürlich der „Pisco“ produziert. Alles noch nach alter Schule: Die Trauben werden während der Ernte in der Nacht von fünf bis zehn Personen gestampft. Fussgemacht sozusagen. Die Führung war sehr persönlich und sogar inklusiv Degustation der verschiedenen Produkte. Hergestellt werden neben den alkoholischen Getränken auch Konfitüren und die super feinen Tejas (eine Süssigkeit, die in ihrem Inneren Pekannüsse oder Feigen sowie einer Art Caramelcreme (Majarblanco) hat und umhüllt ist von Zuckerguss oder Schokolade, mhmmmm!).

2011-05-27-11-56-52_dsc_0230‚Ica‘ ist immer noch gezeichnet vom verheerenden Erdbeben im Jahr 2007 (Stärke 7,9 auf der Richterskala). Die Regierung hat bis heute nicht in den Wiederaufbau investiert. Daraus folgt, dass nach vier Jahren traurigerweise immer noch Leute in Zelten wohnen müssen. Versicherungen bestehen natürlich keine. Hoffnung weckt  die bevorstehende Präsidentschaftswahl. Wir konnten am ersten Abend in Ica den Wahlkampf hautnah miterleben: Der eine Kandidat, Ollanta, war nämlich zu Besuch und hielt auf dem Hauptplatz eine Rede. Für uns spielten sich ganz ungewohnte Szenen ab: Laute Parolen und Menschenmengen, die durch die Strassen zogen. Auf dem Platz glich das ganze eher einem Openair. Es fanden Konzerte statt und die Leute feierten. Neben Ollanta steht Keiko (eine Frau) ebenfalls zur Auswahl. Wie wir unterwegs erfuhren, ist es hier Pflicht zu wählen. Wer nicht wählt wird mit einer Geldbusse von 180 Soles (ca. 60 CHF) bestraft. Und das ist hier viiiel Geld. Wählen kann man dort, wo man schriftlich registriert ist. Da viele Peruaner sich an einem anderen Ort (z.B. wegen der Arbeit) aufhalten, müssen sie am Wahltag an den „Heimatort“ reisen. Wahltag ist der 5. Juni 2011, ein Tag an dem die Busse oft ausgebucht und überteuert sind. Aber das ist zum Glück kein Problem für uns, wir haben nämlich andere Pläne… :)

Unsere Vorfreude ist gross: In wenigen Tagen dürfen wir Fuss auf die Osterinseln setzen! Wir freuen uns umso mehr, dass wir „couchsurfen“ können und so sicher schnell vertraut werden mit der Insel.

Unterdessen wünschen wir euch eine schöne Zeit, geniesst die warmen Temperaturen! Herzlichste Grüsse aus dem Reich der Inkas!!!

Hier findet hier die Bilder zu den letzten Tagen:


 
Wie üblich die zurückgelegte Strecke:

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Bolivia – Part 1

Jetzt sind wir schon fast sechs Monate unterwegs. Für uns ist die Zeit kurzweilig, da es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Auf Bolivien haben wir uns sehr gefreut und wir wurden bisher auch keineswegs enttäuscht. Aber alles der Reihe nach….

2011-04-17-13-35-28_dsc_0185Der Grenzübertritt von Brasilien nach Boliven bereitete uns einige Probleme. Dies ist jedoch eine andere Geschichte. Endlich angekommen stand unsere erste Busfahrt bevor. Wir hörten viel Negatives im Vorfeld von betrunkenen Busfahrern, nicht intakten Bussen und dadurch des Öfteren Pannen unterwegs, deshalb taten wir uns ein wenig schwer mit dem Kauf des Tickets. Wir inspizierten den Bus vorher und warfen einen Blick auf den Fahrer, schliesslich zählten wir auf unser Glück und setzten uns in den Bus. Die Standards sind defintiv tiefer als bisher. So hat es zum Beispiel keine Toiletten im Bus. Alle ca. drei Stunden hält er jedoch, und auch wenn es weit und breit keine WCs hat…Felder hat es immer genug, diese Aktionen bescherten uns schon amüsante Augenblicke.

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Heil in Santa Cruz angekommen nahmen wir den Bus nach Samaipata (1650 m.ü.M.). Nach dem Besuch bei Olaf, einem österreichischen Tourveranstalter, entschieden wir uns für eine Tageswanderung auf den “Cerro Cathedral”. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hat er auf der Suche nach schönen Wanderungen den Berg selbst so benannt. Schliesslich habe es viele Hügel hier, die keinen Namen tragen. :) Die Wanderung tat uns richtig gut nach den bewegungsarmen Wochen in Brasilien und zudem war die Aussicht spektakulär.

2011-04-20-15-51-49_dsc_0064Unser nächstes Ziel war Sucre (2790 m.ü.M.). Diese Busfahrt verlangte schon ein wenig mehr von uns ab. Es waren nämlich normale Sitze (gedacht für Bolivianer, nicht für so grosse Gringos wie wir es sind), dies ginge noch bei einer Fahrt tagsüber, es war jedoch ein Nachtbus. Es hatten auch nicht alle Passagiere Sitzplätze, so legte sich eine ältere Frau kurzerhand neben uns in den Gang. In Sucre wurden wir mit dem besten Café bis jetzt belohnt. Und auch einen Besuch der Stadt ist lohnenswert. Makabre Anblicke von gehäuteten Kuhköpfen auf dem Markt, wunderschöne, weisse Kolonialbauten und natürlich all die traditionell gekleideten Menschen auf der Strasse. Unglaublich geschickt binden sich die Frauen ihre Kinder in den farbigen Tüchern um den Rücken: Eine Technik, die geübt sein muss. Wir genossen den Ausblick auf die Stadt von Recoleta aus so sehr, dass wir am Morgen gleich unser Frühstück dorthin verlegten.

2011-04-24-08-02-08_dsc_0258Langsam waren wir anklimatisiert und bereit für die Reise nach Potosi, die höchstgelegene Stadt (mit einer solchen Grösse) der Welt auf 4000 m.ü.M. Mit der Höhe hatten wir zum Glück keine Probleme, abgesehen von leichten Kopfschmerzen. Die Höhe hat auch seinen Vorteil, zwei Flaschen Bier fühlen sich plötzlich wie zwei Flaschen Wein an. :) Die Stadt wurde gegründet wegen den immensen Silbervorkommnissen, welche im “Cerro Rico” im 16. Jahrhundert entdeckt wurden. Nach und nach nahmen die Vorkommnisse jedoch ab, Silber wurde auch woanders gefunden und die Stadt erlebte ihren Sinkflug. Heute wird nur noch sehr selten Silber gefunden, und wenn, dann in kleinen Mengen. Doch noch immer arbeiten 10’000(!) Menschen in den Minen, die jüngsten 11 Jahre alt. Dies mit Arbeitsbedingungen wie zur Kolonialzeit. Wir wussten, dass ein Besuch der Minen kein Zuckerschleck werden wird, und trotzdem fanden wir, dass wir die Augen nicht vor der Realität verschliessen können. So machten wir uns am Morgen mit unserem Guide und weiteren drei Teilnehmern auf den Weg. Zuerst wurden wir eingekleidet mit Stiefeln, Regenhosen und -jacken und einem Helm mit Stirnlampe. Dann ging es auf den Markt der Mineure. Es ist Brauch, dass die Besucher der Minen den Arbeitern Geschenke mitbringen. So konnte man Coca-Blätter, Getränke, Alkohol mit 96% Vol. und sogar Dynamit kaufen (Man beachte: Dynamitkauf auf offener Strasse!!!).

2011-04-23-11-31-26_dsc_0237Bepackt mit vielen Geschenken machten wir uns auf zum Berg. Zuerst ging es einige Meter den Schinen entlang in den Berg hinein, die Gänge waren hier noch mannshoch. Nach einiger Zeit wurden die Gänge jedoch immer schmäler, zum Teil mussten wir auf allen Vieren vorwärts kriechen bis wir bei den Leitern ankamen. Wir wusste nicht, wie tief wir hinabgehen werden und folgten treu unserem Guide, welcher schliesslich auch schon vier Jahre in den Minen gearbeitet hatte und demnach auch Erfahrung mitbrachten. Mit mulmigem Gefühl stiegen wir die gebastelten Holzleitern hinab…schlussendlich waren es acht an der Zahl! Dies bedeutet einen Abstieg von knapp 100 Metern. Ab jetzt wurde die Luft schlechter und es wurde wärmer (es wird hier bis zu 40 Grad heiss), weil wir in der Nähe der arbeitenden Mineuren waren. Eine Besucherin liessen wir zurück, weil sie Mühe mit dem Atmen hatte. Bei den Arbeitern konnten wir dann gar nichts mehr sehen, so staubig war die Luft. Wir überliessen ihnen die Geschenke und kletterten wieder hinauf. Wir bemerkten nicht, dass es schon 12.00 Uhr war. Um diese Zeit (und um 17.00 Uhr) wird jeweils das Dynamit gezündet. Als wir tief im Berg dann mehrere Explosionen hörten war uns definitiv nicht mehr wohl. Unser Guide beruhigte uns jedoch und meinte, dass diese weit weg seien. Hier basiert alles auf Erfahrung. Sie HÖREN wie weit die Explosionen sind, Pläne von den Gängen gibt es keine. Auch Messgeräte für die gefährlichen Substanzen in der Luft existieren nicht: Sie RIECHEN, ob immer noch giftige Gase ausströmen. Auch ein Belüftungssystem ist nicht vorhanden, der pure Wahnsinn! Nach einem Halt beim Gott der Mineure “Pachamama” (Muttererde) erfahren wir, wie gläubig die Menschen hier sind. Viele Gaben werden täglich hier deponiert, damit ihnen dieser Gott Glück bringen wird und keine Unfälle passieren (dies können sie wahrlich gebrauchen). Hier verbringen die Mineuere auch ihre Pausen. Sie arbeiten 6 Stunden am Tag und dies 6 Tage die Woche. Sie essen jedoch während der Arbeitszeit, abgesehen von appettitstillenden Cocablättern, nichts. Heil draussen angekommen geniessen wir zuerst einmal die frische Luft. Wir verlassen den Ort mit gemischten Gefühlen: Es war der absolute Albtraum von einem Arbeitsplatz und trotzdem gibt es hier wie eine Tradition: Wenn der Vater in den Minen gearbeitet hat, tritt der Sohn meistens in dessen Fussstapfen. Der minimale Verdienst ist ca. 50 % höher als der eines Lehrers (ca. 2000 Bolivianos pro Monat, d.h. 250 Franken). Aber ist es dies wert, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen? Der Besuch stimmte uns nachdenklich und trotzdem war es das eindrücklichste Erlebnis überhaupt.

2011-04-24-17-26-58_dsc_0278Unsere Reise ging weiter südlich nach Tupiza. Das Städtchen selbst ist nicht besonders erwähnenswert, aber die Umgebung hat es defintiv in sich. Da wir nicht allzuviel Zeit hier verbringen wollten, entschieden wir uns für das Touristenpaket “Triathlon”. Wir starteten mit einer zweistündigen Jeepfahrt zu wunderschönen Felsformationen in allen möglichen Farben, nach dem feinen Mittagessen (wir lieben Tamales) ging es auf einen dreistündigen Ausritt. Da es Karins erste Erfahrung war, bekam sie zum Glück den alten und schon ein wenig lahmen Gaul. Davids Pferd war da schon impulsiver. So entschied dieses auch aus heiterem Himmel, einen Spurt hinzulegen. David konnte sich knapp festhalten, der australische Arzt in unserer Gruppe hatte weniger Glück. Sein Pferd zog mit und Karin konnte zusehen, wie er im hohen Bogen vom Pferd flog…Der Schreckensmoment war erst vorüber, als er wieder aufstehen konnte. Er hatte zwar ziemliche Schürfungen am Rücken, sonst war jedoch alles ganz. Und wir witzelten noch vor dem Ausritt, dass uns nichts passieren kann, schliesslich haben wir einen Arzt dabei, tja. Abgesehen von diesem Zwischenfall war das Erlebnis wunderschön, jeden Moment erwarteten wir Winnetou an uns vorbeireiten: Die Landschaft war wirklich wie im wilden Westen.

2011-04-25-14-52-45_dsc_0405Der dritte Teil des Programms bestand darin, dass uns der Jeep auf einen Berg mit super Aussicht hinauffuhr und wir mit den Mountainbikes hinunterfuhren durften, perfekt! Alles in allem erlebten wir einen ausgefüllten Tag mit schöner Natur, netter Begleitung und (vielleicht ein wenig zuviel) Action.

Wir änderten unseren bisherigen Plan von Tupiza aus die Tour in die Salzwüste zu unternehmen und fuhren deshalb nach Uyuni. Rund 80 (!) Agenturen bieten Touren in die Wüste an, die Auswahl ist deshalb nicht einfach, zumal alle dasselbe machen. Wir verliessen uns auf unser Bauchgefühl, wählten die für uns sympathischste Agentur (Brisa Tours) und konnten schon am nächsten Tag starten. Karavanmässig (alle Touren starten um dieselbe Zeit) besuchten wir zuerst den Eisenbahn-Friedhof ausserhalb Uyuni mit Modellen von 1907 bis 1950, die in wüstenähnlicher Landschaft still vor sich hin rosten.

2011-04-27-12-31-10_dsc_0084Weiter ging’s in die eigentliche “Salar de Uyuni”, die Salzwüste. Beim Salzhotel legten wir den Mittagsstopp ein, Lamafleisch mit Gemüse stand auf dem Menuplan. Es schmeckte nicht schlecht, trotzdem können wir aus unserer Erfahrung jetzt sagen, dass uns das Alpaca-Fleisch besser schmeckt. Anderes Fleisch gibt es auf dem Land selten. Nach den Fotoshootings ging’s weiter zur ersten Unterkunft. Im Nichts standen einige Häuser, eines davon war unsere Bleibe für eine Nacht. Sie war einfach, aber sauber und dank unseren zusätzlichen Schlafsäcken schön warm in der Nacht. Der nächste Tag gefiel uns am Besten. Die Landschaft ist so weitläufig, immer wieder tauchen Lagunen in verschiedenen Farben und Flamingos auf und es werden Blicke auf schneebedeckte Vulkane frei, herrlich! Was auch zur Entspannung beitrug war die unterhaltsame Truppe. Zusammen mit einem deutschen und einem deutsch-japanischen Pärchen verstanden wir uns prächtig und verbrachten lustige Abende mit Wein und Rum, schliesslich mussten wir uns von innen wärmen! Der dritte Tag startete bereits um 4.30 Uhr. Wir fuhren zu den Geysiren und den heissen Quellen. Da aber zu diesem Zeitpunkt bereits für uns zu viele Touristen dort waren, entschieden wir uns gegen einen Morgenschwumm. Bereits um ca. 9.30 Uhr verabschiedeten wir uns von der Gruppe an der Grenze zu Chile. Für und war der kurze Abstecher ideal, weil der letzte Tag nur noch aus einer siebenstündigen Autofahrt auf der gleichen Strecke zurück nach Uyuni bestand.

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Angekommen in Chile erfreuten wir uns zuerst einmal ab den geteerten Strassen, in Bolivien sind nämlich nur ca. 5 % der Strassen geteert. Auch kam uns alles so sauber und (fast zu) organisiert vor. San Pedro de Atacama ist ein Touristennest, welches praktisch nur aus Restaurants, Cafés und Unterkünften besteht. Da wir in den letzten Tagen so viele Gesteinsformationen, Lagunen und Berge sahen, entschieden wir uns gegen eine weitere organisierte Tour von hier aus. Wir relaxten zuerst und genossen das selbstgekochte Znacht im wunderschönen Holzanbau des von Schweizern geführten Hostels “Corvatsch”, welches wir durch Zufall entdeckten.

2011-05-01-18-38-45_dsc_0575Nach der erholsamen Pause ging es mit dem Nachtbus via Calama nach Arica. Schon allein die Busse in Chile und Bolivien sind zwei verschiedene Welten. In Chile sind die Busse ganz (sogar die Frontscheibe ohne Risse), es bestehen Sicherheitsstandards wie zum Beispiel Gurten und es wird einem sogar die momentane Geschwindigkeit mittels digitaler Anzeige vermittelt. Wir fühlten uns sicher und konnten für Busverhältnisse gut schlafen. Von Arica gings gleich weiter nach Putre, 3500 m höher gelegen. Eingebettet zwischen grünen Hügeln und umgeben von Terrassen aus der Vor-Inca-Zeit, in welchen heute unter anderem Oregano angepflanzt wird. Dies ist ideale Ausgangspunkt für den Besuch des “Lauca-Nationalparkes”. Wir buchten noch am gleichen Tag eine Tour, welche dann bereits wieder an der Grenze zu Bolivien enden sollte. Wir konnten viele uns unbekannte Tiere beobachten und besuchten das Dorf “Parinacota” mit einer wunderschönen Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Doch als wir nach einem feinen Kräutertee aufbrechen wollten, streikte das Auto. Glücklicherweise trafen wir eine andere Touristengruppe und konnten uns ihnen anschliessen. Zufälligerweise waren es vier Schweizer, welche sich vorher aber auch nicht kannten, unglaublich! Wir genossen die Aussicht auf die beiden über 6000 Meter hohen Vulkane Parinacota und Pomerape. Entlang des Lago Chungara (der höchste See der Welt) lud uns die Gruppe beim chilenischen Kontrollposten ab. Von hier aus waren es noch rund 10 km bis an die eigentliche Grenze zu Bolivien. Da unser Guide ja kein Auto mehr hatte, aber uns versprach bis an die Grenze zu fahren, half sie uns beim Suchen einer Fahrgelegenheit.

2011-05-02-13-22-46_dsc_0670Wir erfuhren, dass die Bolivianer heute einen Feiertag haben und deshalb nicht viel Verkehr herrscht. Später erklärten sie uns, dass sie den “Tag der Arbeit” feiern, obwohl es bereits der 2. Mai war. Hier verlegen sie scheinbar die Feiertage, wenn sie auf ein Wochenende fallen, keine schlechte Idee! :) Schlussendlich konnten wir ausnahmsweise mit den chilenischen Polizisten mitfahren. Wir passierten die Grenze und weiter ging‘s mit Autostopp nach Sajama.

Das Dorf liegt am Fusse des gleichnamigen Vulkanes, welcher mit einer Höhe von 6542 Metern der grösste Boliviens ist. Das Dorf mit seinen ca. 150 Einwohnern ist noch richtig ursprünglich, aber sehr gut organisiert. Bei Ankunft mussten wir uns registrieren, bezahlten Eintritt für den Nationalparkt und wurden gleich einer Familie zum Übernachten zugeteilt. Wie wir erfuhren besteht ein Turnus, bei welchem die Touristen immer wieder bei anderen Familien übernachten. Es gibt auch nur wenig Essensmöglichkeiten, wir hatten jedoch immer Glück und wurden gut bekocht. Im Moment entsteht gerade ein Dorfplatz mit Steinplatten, wir sahen viele Bewohner bei der Arbeit. Im Nachhinein erfuhren wir, dass jede volljährige Person des Dorfes fünf Arbeitstage am Platz mitarbeiten muss. Noch eine richtige Gemeinschaft hier!

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Wir planten eine kurze Wanderung in den Nationalpark. Da jedoch die Wege nicht angeschrieben sind und es auch keinen Plan gibt, wurde eine 8,5-stündige und 27 km lange Tour daraus! :) Die Aussichten waren nicht zu übertreffen: Grüne Flächen mit dutzenden Lamas und Schafen, im Hintergrund die Bergketten…Trotzdem war es ein wenig zuviel, schliesslich sind wir nicht mehr wirklich in Übung…Schlussendlich wurden wir doch noch mehr als belohnt durch die heissen Quellen des Thermalbades Manasaya: Entspannung pur mit Blick auf den Vulkan Sajama! Suuuuper! Am nächsten Tag zog David alleine los, während Karin die Blasen an den Füssen schonte. Nach den Geysiren folgte ein steiler Aufstieg zur Lagune. Um diese zu erreichen musste die grüne Grenze nach Chile überschritten werden. Um einen Blick ins chilenische Tal zu erhaschen, ging der Weg tiefer in chilenisches Land. Der Anblick eines Stacheldrahtes verwunderte ihn nicht sehr, wahrscheinlich ist es gegen die Tiere, denn die Chilenen nehmen es sehr ernst mit Fernhalten von ausländischen tierischen und pflanzlichen Produkten. Ok, Stacheldraht einfach überwunden und den Weg nichtsahnend für ca. 300 Meter zum nächsten Stacheldraht fortgesetzt.

2011-05-04-13-19-41_dsc_0090Der Schock sass tief nach Anblick des Schildes auf dieser Seite: David hatte nämlich gerade ein Minenfeld überquert…Leider ist nur auf der chilenischen Seite ein entsprechendes Warnschild angebracht. Die unglaubliche Gefahr wurde erst danach bewusst. Verwirrt und unsicher war dann der Rückweg entlang dem Ufer der Lagune. Die Geschichte hätte ins Auge gehen können, wie wir im Dorf danach erfuhren. Früher kamen schon viele Bolivianer um, weil sie einfach nicht wussten, wo die Chilenen Minenfelder errichteten. Heue WEISS man das einfach, prima! Karin verlor an diesem Nachmittag unglücklicherweise den Schlüssel der Unterkunft…Das ganze Glück musste David an diesem Nachmittag beisehen…Ab jetzt feiern wir Davids zweiten Geburi am 4. Mai.

2011-05-05-09-18-06_dsc_0169 Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus am Morgen um 6.00 Uhr in die höchstgelegene Hauptstadt der Welt: La Paz. Als einzige Touristen an Board konnten wir die bisher skurrilste Szene erleben. Beim Busstopp wurden nämlich lebende Schafe, an den Beinen zusammengebunden, auf das Busdach gehievt. Der Besitzer der Schafe nahm dann auch gleich den Platz auf dem Dach ein, packte sogar noch sein Velo obendrauf. Mit normaler Geschwindigkeit (100km/h) wurde der Weg fortgesetzt…was würde nur unser Tierschutz dazu sagen? Sie überlebte zum Glück alle. In der auf den ersten Blick sehr chaotischen Stadt La Paz geniessen wir erst einmal die Zivilisation, allem voran das Internet und das warme Wasser! Wir werden noch einige Tage in Bolivien verbringen, eher in den wärmeren Regionen, dann geht es weiter nach Peru…Wir sind gespannt!
Geniesst die Sonne zu Hause, hebed Sorg und seid lieb gegrüsst von uns zweien!

Ausgewähte Bilder aus Bolivien:

Hier die zurückgelegte Strecke seit unserem letzten Beitrag: