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Archive for December, 2011

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Japan

David hat das Land der aufgehenden Sonne bereits zweimal besucht, für Karin war es das erste Mal. Umso intensiver war die Erfahrung. Japan ist wie ein kulturelles Galápagos, ein Ort an dem eine einzigartige Zivilisation lange Zeit ohne äussere Einflüsse wachsen und gedeihen konnte. Es ist sehr schwierig zu erklären, was hier alles anders ist. Aber wir versuchen’s einmal! ;)

2011-10-11-14-37-36_dsc_0253In der Riesenmetropole Tokyo verbrachten wir unsere erste Woche. Die grösste Stadt der Welt platzt aus allen Nähten, in der Bucht von Tokyo wurde deshalb schon eine riesen Fläche aufgeschüttet um neues Land zu gewinnen. Hier kommt der Kontrast extrem zur Geltung: Futuristische Stadtviertel wechseln sich ab mit ruhigen Oasen der Tempel, alles erstaunlich sauber und geordnet. Wir sehen Frauen in Kimonos und solche, die sich als Manga-Figuren verkleiden. Es gibt soviel zu sehen und zu entdecken, dass es manchmal schon Unterhaltung genug ist sich einfach hinzusetzen und die Leute zu beobachten. Mode ist hier sehr wichtig, vorallem bei den jüngeren so scheint es. Die Outfits sind zum Teil so schräg, dass man sie bei uns wohl eher an der Fasnacht erwarten würde. Es gibt keine Tabus: Frauen in mittelalterlicher Kleidung, Frauen, die aussehen wollen wie kleine Mädchen und Männer, die aussehen wollen wie Frauen. :)

2011-11-02-15-44-48_dsc_0162Die erste Nacht verbrachten wir in einem traditionellen Ryokan. Verunsichert betraten wir dieses. Es gibt so viele Regeln, was man tun soll und vorallem was nicht. Wichtig ist immer: Schuhe ausziehen! An das haben wir uns schnell gewöhnt. Auch an das Schuhe wechseln im Bad. Es stehen meistens separate Schuhe bereit für das stille Örtchen, wichtig ist hier vorallem: Wechseln bevor man es wieder verlässt, sonst wird es peinlich! Der Boden des Zimmers besteht aus Tatami-Matten, geschlafen wird auf sogenannten Futons. Das ist sehr praktisch und vorallem platzsparend. Am Tag werden diese nämlich zusammengerollt und man kann die Fläche andersweitig gebrauchen. Vorallem in der Stadt, wo die Wohnungen sehr klein sind, macht das wirklich Sinn.

Für die weiteren Nächte konnten wir Couchsurfen. Hier konnten wir das erste Mal die enorme Gastfreundschaft der Japaner spüren! Satoshi liess uns in seinem Bett schlafen, während er in der Küche am Boden schlief. Er war richtig dankbar, dass wir ihn besuchten: Verkehrte Welt!

Ein Highlight in Tokyo war bestimmt der Tsukiji-Fischmarkt, der grösste Fischmarkt der Welt. Hier werden täglich 2500 Tonnen Fische und Meeresfrüchte gehandelt! Um 4.00 Uhr war Tagwacht. Die Thunfisch-Auktion startet nämlich bereits um 5.00 Uhr. Mit einer Tour konnten wir das Treiben beobachten: Die gefrorenen Fisch-Tranchen lagen zum Probieren bereit, die riesigen Fische wurden genau unter die Lupe genommen und ab und zu versammelten sich die Leute und ein Mann startete die Auktion mit einem Glöckchen, dann ging das Geschrei los! Wirklich eine eindrückliche Erfahrung! Schaut selbst:

Unsere Tage waren sehr abwechslungsreich: Wir besuchten die Börse (Nikkei Index), erlebten ein Baseball-Spiel hautnah oder genossen den Sonnenuntergang auf Odaiba mit Sicht auf die Rainbow-Brücke.

Hier zwischendurch einen kleinen Ausflug in die japanische Kulinarik: Das Essen spielt eine sehr zentrale Rolle, es ist nicht nur einfach Nahrungsaufnahme. Bei uns bringt man wahrscheinlich Suhsi zuerst mit Japan in Verbindung. Doch hier gibt es noch viel mehr! Niemals hätten wir erwartet, dass die Küche so vielseitig und gesund ist: Sehr viel frisches Gemüse, Fisch, Reis und wenig Fleisch. Anstelle der Menukarten vor den Restaurants werden hier die angebotenen Gerichte gleich in Form von Wachsmodellen dargestellt. Diese sahen dem Original verblüffend ähnlich und für uns war es zugleich die ideale Übersetzung.

2011-10-13-20-36-27_dsc_0263Ramen-Shops waren unsere Favoriten. Das sind traditionelle Restaurants in welchen Nudelsuppen serviert werden. Man setzt sich an die Bar und kann gleich zusehen bei der Zubereitung. Über’s Land verteilt hat jede Region wieder ihre speziellen Nudeln und so varieren die Gerichte immer wieder. Wichtig: Laut schlürfen nicht vergessen! Auch Fastfood hat Einzug gehalten. Auf japanische Art heisst das: Bestellen am Automat ausserhalb des Lokals. Zum Glück mit Hilfe von Bildern, damit auch wir es verstehen. Bezahlt wird auch gleich am Automat. Mit der Quittung stellt man sich an, setzt sich an die Bar, an welcher Essensstäbchen und Saucen bereit stehen und erhält dann das gewünschte Essen. Eine super Idee finden wir, es geht schnell, ist günstig und vorallem sehr gut! Wenn die Temperaturen sinken, wird „Nabe“ aktuell. Das ist ein Tontopf gefüllt mit einer Art Bouillon, in dem Zutaten nach Lust und Laune direkt am Tisch gekocht werden: Nudeln, Fleisch, Pilze, Gemüse und und und. Man geniesst diese dann entweder mit Sauce oder man dunkt sie in rohem Ei, mhmmmmmm!! Wie es aussieht sind die Japaner grosse Freunde der französischen Küche. Dementsprechend viele französische Bäckereien gibt es. Für uns natürlich ein wahrer Genuss, wenn man wieder einmal ein „echtes“ Baguette findet, und das in Japan!

Was uns auch gleich am Anfang auffiel war die Vorliebe der Japaner für Hightech-Toiletten! Man stellt sich einen Klosomaten vor, hinzu kommen verschiedene Einstellungen, wie fest und wie warm das Wasser sein soll. Der Ring ist geheizt und teilweise wird dieser auch automatisch aufgeklappt. Bei den Frauen-WCs hat man sogar noch einen Geräuscheknopf, man kann diskret von seinen eigenen Geräuschen ablenken zum Beispiel mit einem Wasserrauschen oder einem Vogelgezwitscher! :) Es machte Spass, auch wenn man sich in der Zeit des Stromsparens über den Sinn streiten kann. Wir starteten einen Wettbewerb unter uns: Wer findet das WC mit den meisten Knöpfen? Hier das Gewinner-WC mit 15 Knöpfen:

Für drei Wochen hatten wir einen JR-Railpass, sozusagen ein GA für kurze Zeit. Das ermöglichte uns die freie Fahrt auf dem gesamten JR-Streckennetz ohne eingeschränkte Kilometeranzahl. Wichtig ist vorallem, dass man diesen nur ausserhalb Japans kaufen kann. Einmal eingereist, kann man nur noch sehr teure Einzelfahrten kaufen. Somit war der Weg frei für die Erkundung Japans im Zug!

Wir stiegen in den Hochgeschwindigkeitszug „Shinkansen“ und fuhren mit zum Teil über 300 Stundenkilometern Richtung Norden. Diese Strecke (Hayabusa) wurde sechs Tage vor dem schweren Erdbeben am 11. März dieses Jahres eröffnet. Nach einer Unterbrechung war es uns möglich das Katastrophengebiet rund um Fukushima zu passieren. Imposant war der Tunnel, welcher unter dem Meer hindurchführt um auf die nördlichste Insel ‚Hokkaido‘ zu gelangen. Diese ist bekannt für die einzigartige Natur und die vielen Nationalparks. Das Klima kann rau und hart sein, das konnten wir dann in der zweiten Nacht am eigenen Leib erfahren. Der Regen verwandelte sich nämlich über Nacht in Schnee und so fanden wir uns im eingeschneiten Zelt wieder! :)

2011-10-18-07-49-19_dsc_0326Umso schöner bei diesem Klima waren dann die Besuche der Onsen, der heissen Quellen. Die Vielfalt der verschiedenen Bäder in Japan ist enorm. Vom individuellen Freiluftbad bis zum Gemeinschaftsbad, von siedend heissem Wasser zum lauwarmen Sand-Onsen. Beim Besuch ist auch wieder wichtig, die Onsen-Ettikette zu befolgen, denn als Ausländer kann man hier sehr schnell negativ auffallen. Am wichtigsten ist, dass man sich vor dem Bad mit viel Seife und Shampoo an einem der Waschplätze wäscht. Zum Teil ist die Ganzkörperpflege sehr gründlich, inklusive Rasur und Zähneputzen. Frisch gepflegt kann man dann ins Badewasser steigen. Frauen und Männer sind meistens getrennt, man ist nackt. Diese Reinigung und Entspannung durch das heisse Wasser und die Sauna, welche sich meistens auch noch im Bad befindet, tut so gut und wir wundern uns langsam nicht mehr, warum die Japaner so alt werden! :) Das Schöne ist zudem, dass es nahezu überall in Japan solche Onsen gibt, da ganz Japan in vulkanisch aktivem Gebiet liegt. Wir haben uns schnell an diese Tradition gewöhnt uns stiegen soviel wie möglich ins wohltuende Wasser.

Ein besonderes Zug-Erlebnis war die Nachtfahrt zurück in den Süden. Wir konnten uns im sogenannten „Carpet-train“ einquartieren. Das ist ein ganz einfacher Schlafwagen, wie der Name schon sagt schläft man auf einem Teppich, Futons werden auch zur Verfügung gestellt. Auf diese Art sind wir noch nie gereist!

2011-10-20-13-19-01_dsc_0369Unser Ziel war die Nagano-Präfektur. Eine Bergregion, die zum wandern einlädt. Wir packten die Gelegenheit und besuchten die höchstgelegene Onsen Japans auf 2150 Metern über Meer! Das Wasser im kleinen Pool war trüb, es strotzte nur so von verschiedenen Mineralien! Mehr als 20 Minuten hielten wir es nicht aus im Wasser, die Haut begann zu jucken. Doch im Nachhinein fühlte sie sich besser an als denn je.

In Matsumoto hatten wir persönliche Guides. Yuya und seine Freundin Sayuri waren unsere Couchsurfer-Hosts. Wir waren ihre ersten Gäste und dementsprechend Mühe gaben sie sich. Gastfreundschaft erreichte eine neue Dimension. 2011-10-21-21-14-15_dsc_0446 Mit ihrem Auto fuhren wir ins Kiso-Tal nach Narai, inmitten der japanischen Alpen.Die Zeit hier scheint stehen geblieben: Kopfsteinpflaster und traditionelle Holzhäuser ganz in dunkelbraun, wunderschön! Wir besuchten zusammen ihre lieblings Onsen und verbrachten einen sehr amüsanten Abend im Restaurant mit Yakitori-Spiesschen und Bier. Da alles in japanisch angeschrieben war übernahmen sie die Bestellung und wir wurden immer wieder aufs Neue überrascht: Die Vielfältigkeit der Spiesschen war unglaublich!

Am nächsten Morgen stand das Frühstück schon auf dem Tisch und zum krönenden Abschluss versorgte er uns noch mit einem Picknick-Päckli mit selbstgemachten rice balls und gekochten Eiern! Es ist wirklich kaum zu glauben wie nett und grosszügig die Leute hier sind!

2011-10-23-20-30-39_dsc_0500Sehr eindrücklich war der anschliessende Besuch der Stadt Hiroshima. Hier wurde am 6. August 1945 die erste Atombombe abgeworfen. Der Friedenspark im Zentrum der Stadt ist der zentrale Ort des Gedenkens an die Opfer. Das Friedensmuseum informiert sehr detailreich über den Horror-Tag. Fast zu viele Details, denn das Leiden der Bevölkerung wird mit persönlichen Berichten, Fotos und Gegenständen so gut veranschaulicht, dass man es nicht lange aushält. Der Besuch war bedrückend und schockierend zugleich, trotzdem konnten wir einiges lernen.

Wir statteten auch Kyushu, der südlichsten der Hauptinseln, einen Besuch ab. Sehr beeindruckend war hier vorallem der Vulkan Aso, den wir mit einer Wanderung erreichten. Was uns aber vorallem an Aso erinnert ist folgende Geschichte. Wir waren auf der Suche nach einem Zeltplatz. Der offizielle war zu Fuss nicht zu erreichen und mit unserem Budget ist Taxifahren in Japan auch keine Option. Also fragten wir spontan einen älteren Herrn, ob wir auf der Wiese vor seinem Haus übernachten dürften. Daraufhin meinte er, es sei viel zu kalt in der Nacht und lud uns zu sich in die warme Stube ein. Nach einem japanischen Tee bot er uns sein Haus zum Übernachten an. Die Japaner haben eine Art an sich, die eine Widerrede nicht duldet. Also liessen wir uns nieder. Er empfahl uns eine Onsen in der Nähe und als wir erholt zurückkehrten stand schon das Nachtessen auf dem Tisch! Seine Englischkenntnisse waren sehr bescheiden, aber mit Händen und Füssen konnten wir uns verständigen und hatten einen sehr unterhaltsamen Abend. Am Morgen wurde uns Frühstück serviert, so grosszügig! Nach der Wanderung brachten wir ihnen Geschenke zum Dank. 2011-10-26-09-05-16_dsc_0103Sie freuten sich so darüber, dass sie uns auch gleich wieder beschenkten! :) Dieser Brauch ist auch sehr typisch für Japan. Geschenk oder kleines Mitbringsel bedeutet in japanisch “Omiyage”. Sie werden bei sehr vielen Situationen im Alltag überreicht, sei es ein spontaner Besuch oder bei einer Einladung. Neben den Geschenken wie wir sie kennen zu Geburtstag oder Weihnachten gibt es sogar zweimal im Jahr eine Geschenk-Saison. Die Geschäfte machen dann die Leute dementsprechend darauf aufmerksam, es wird geschenkt was das Zeug hält. Am schönsten ist natürlich die persönliche Übergabe. Doch bei so vielen Geschenken ist das nicht immer möglich und so haben sich die Läden organisiert und bieten einen Verpackungs- und Lieferservice an! Wichtiger als der Inhalt sei die Verpackung: Sie muss besonders schmuck und glitzernd sein und darf auf keinen Fall fehlen. Das Gegengeschenk, wie wir es erlebten, gilt als höflich. Vor lauter Beschenkerei verabschiedeten wir uns und machten uns auf zum Bahnhof. Kurz vor der Abfahrt erlebten wir jedoch nochmals eine Überraschung.  Moritoshi überbrachte uns „Japanese fried chicken“, damit wir etwas zu Essen hätten im Zug, allerliebst! :)

2011-10-30-20-50-47_dsc_0138Nach dem Besuch des Onsen-Mekkas ‚Beppu‘, wo der Schwefelgeruch in der Luft dominiert und es raucht an allen Ecken und Enden, erkundeten wir Matsuyama auf der Insel Shikoku. Wir erlebten zudem eine weitere Onsen-Superlative nämlich der Besuch der Dōgo Onsen, welche auf eine 3000 jährige Geschichte zurückblickt und somit die älteste Therme Japans ist. Sehr sehenswert hier war auch das Schloss, welches erhaben über der Stadt thront.

Ein weiteres Schloss wollten wir in Himeji bewundern. Wir wurden aber einwenig enttäuscht, denn das einzige was wir zu sehen bekamen war ein Baugerüst. Die Burg wird nämlich für fünf Jahre renoviert und deshalb begnügten wir uns mit dem angrenzenden japanischen Garten, welcher 2500 Kois beheimatet. War also auch sehr schön, und auch sehr typisch. Mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet.

2011-11-02-12-49-33_dsc_0061Wir sammelten unsere Kräfte, dann jetzt ging es in die touristischte Gegend Japans: Kyoto oder: Das kulturelle Herz Japans. Es soll jährlich 58 Millionen Besucher anlocken! Aber es hat auch allen Grund dazu. Noch nie sahen wir soviele Tempel und Schreine. Sie werden auf rund 2000 geschätzt! Von Kyoto aus unternahmen wir aber zuerst einen Tagesausflug in das angrenzende Nara. Zu Fuss erkundeten wir die Umgebung. Der Nara-Park mit dem Todaiji-Tempel, das grösste Holzgebäude der Welt, war nur ein Höhepunkt. Darin bestaunten wir die grosse, bronzene Buddha-Statue, die mit rund 16 Metern Höhe und einem Gewicht von ca. 25 Tonnen sehr imposant war. Im Park gibt es sehr viele Rehe, die uns zum Teil leid taten. Für die riesen Scharen an Schulkindern waren sie nämlich ein gefundenes Spielzeug.

2011-11-04-18-55-26_dsc_0353Beim Couchsurfen in Kyoto hatten wir besonders Glück. Unser Host: Masashi, 70 Jahre alt, sehr offen und sympathisch und vorallem sehr fit! Ein Beispiel dafür ist, dass er vor zwei Jahren in Neuseeland einen Fallschirmsprung wagte, was für eine Leistung! Er kennt sich super aus und zeigte uns seine Stadt zwei Tage lang: Tempel-Hopping sozusagen. Perfekt war, dass er uns auch die nicht so touristischen Plätze zeigen konnte und wir natürlich keine Zeit brauchten, die verschiedenen Verkehrsmittel zu studieren. Nur immer schön seinem zügigen Schritt folgen und geniessen! :)

2011-11-06-15-38-53_dsc_0431Unser letzter Stopp war Osaka. Hier besuchten wir eines der grössten Aquarien der Welt. Die Tiere waren sehr aktiv und deshalb umso unterhaltsamer. Der Star der Anlage ist ein riesen Walhai. Es war beeindruckend zu sehen,wie sie das Koloss füttereten. Ganz speziell war eine Art Kinderabteilulng. Hier gab es ein Becken mit kleinen Haien und Rochen, die man anfassen durfte! Wo sonst kann man Haie streicheln?! Den Abend verbrachten wir mit Sakiko und ihrer Familie. Sie kochten Okonomiyaki, eine unserer Lieblingsspeisen! Natürlich nach Osaka-Art! Wow war das gut! Wir assen viel, tranken noch mehr und führten Gespräche über Japan und die Schweiz. Wir glauben, dass wir während unserem Japan-Aufenthalt viele Touristen angelockt haben. „Schweiz Tourismus“ könnte uns eigentlich ein bisschen sponsoren für unsere gute Werbung! ;)

2011-11-07-20-31-22_dsc_0487Unsere letzte Tat in Japan war ein weiterer Aufenthalt im Sushi-Restaurant. Mit einem sogenannten Karrusell werden einem die Leckereien auf einem Förderband automatisch serviert. In Osaka wurde diese Art übrigens erfunden! Man nimmt was einem „gluschtet“ und bezahlt am Schluss pro Teller. Mittels eigenem Display kann man noch zusätzliches Essen bestellen, einfach genial!

Wir hatten eine sehr intensive Zeit in Japan. Wir reisten fast so schnell, wie wir es von den Japanern in Europa gewöhnt sind. :) Das Land mit seinen vielen Facetten ist so faszinierend, dass wir es jetzt schon zu einem Highlight unserer Reise zählen können. Es sind vorallem die Menschen, die es ausmachen: Uns gefiel die Gastfreundschaft und das respektvolle Verhalte einander gegenüber. Das zeigt sich im Alltag sehr gut, die gegenseitigen Verneigungen sind omnipräsent. Es ist vielleicht auch deshalb so interessant, weil die Infrastruktur und die Entwicklung fast nicht abweicht von unserer, aber man sich trotzdem so fremd fühlt wegen der komplett anderen Kultur. Man trifft auf viel Unverständliches, aber das ist es genau, was das Reisen in Japan so spannend macht!

2011-10-13-21-17-53_dsc_0267Das viele Couchsurfen erleichterte uns bestimmt auch das Reisen. Wir hatten so praktisch immer einen Übersetzer bei uns und wir wurden mit vielen Tipps beschenkt was das Essen oder auch die Ausflüge betrafen. Es war so spannend, weil es immer anders ist. Man weiss nie, was einem erwartet und wird so sehr anpassungsfähig. Ein weiteres Mal ein riesen Dankeschön an die Erfinder des Couchsurfens, eine super Sache! Die Übernachtungen belasteten so auch nicht unser Budget. Denn Japan ist sicherlich nicht ein Backpacker-Land. Um mit wenig Geld über die Runden zu kommen braucht es einfach mehr Aufwand: Genaue Planung, Insider-Wissen und Flexibilität.

Die Reise führt uns weiter in eine total andere Welt: Die Philippinen! Was wir hier erleben dürfen verraten wir aber erst später!

Eine wunderschöne Adventszeit euch allen, geniesst es!

Bildgallerie Japan:

Zurückgelegte Strecke: