Reisevorbereitung
Neuseeland – Aotearoa
Hungrig auf Natur, Bewegung und ein kühleres Klima starteten wir unsere Tour durch Neuseeland. Unser Mietauto und das Zelt verliehen uns das so wohltuende Gefühl von Freiheit. Immer der Sonne nach legten wir über 7‘500 Kilometer zurück: Vier Wochen kurvten wir durch die Südinsel, die letzten zehn Tage verbrachten wir auf der Nordinsel. Gerne stellen wir euch unsere persönlichen Highlights vor!
Klima – Es gibt nichts Schöneres als kühlen Wind nach einem Aufenthalt in der feuchten Hitze! Die Sonne wärmte tagsüber und in der Nacht wurde es kühl, so dass wir einen angenehmen Schlaf im Zelt hatten. Die Neuseeländer beklagten sich über den Sommer, er habe noch gar nicht richtig gestartet, zu nass sei es! Wir warfen jeden Tag einen Blick auf den Wetterbericht und legten unsere Route danach fest. Für die Meteorologen muss es ein schwieriger Job sein, das Wetter ändert so schnell. Die Sonne brennt und fünf Minuten später regnet es in Strömen. Meistens windet es auch, was das Ganze beschleunigt. Der Himmel zeigte immer eine schöne Abwechslung, noch nie sahen wir so viele verschiedene Wolken. Herrlich vorallem, wenn sich diese in den klaren Seen spiegeln!
Tierwelt – Besonders die Schafe haben es uns angetan. Wir erfreuten uns immer wieder an den Wollknäueln, die den Einwohnern anzahlmässig weit überlegen sind. In riesen Scharen zauberten sie einen schönen Farbtupfer in die grünen Hügel. So richtig fotogen sind sie jedoch nicht…Meistens flohen sie als seien wir die Metzger persönlich!
Neben den Schafen gefiel uns vorallem das lustige Vogelgezwitscher. Ganz spezielle Melodien haben sie drauf, manchmal dachten wir eher an eine Handymelodie als an eine Vogelstimme. Ein Highlight waren auch die Hectordelfine, welche uns am Silvester kurz überraschten, ein schöner Abschluss des Reisejahres! Die einzigen Tiere, die wir wirklich nicht mochten waren die Sandmücken. Diese fiesen, kleinen Insekten trieben uns vorallem an der Westküste der Südinsel fast in den Wahnsinn. In der Dämmerung sind sie besonders aktiv und sehr aggressiv. Das einzige Mittel gegen sie heisst: Alles Einpacken! Hosen in die Socken, Kaputze rauf und so schnell wie möglich ins Zelt! Wenn es einem erwischt ist es sehr unangenehm, die Stiche juckten mehrere Tage!
Weihnachten – Eine Woche vor Weihnachten trafen wir Nicole (Karins Schwester) und ihr Freund Lukas. Das Wiedersehen nach über einem Jahr tat so gut! Wir hatten eine super Zeit zusammen mit gutem Wein, vielen Schlemmereien, aber auch kleineren Wanderungen tagsüber. Die Krönung war der heilige Abend selbst: Rindsfilet, Safranrisotto (das erste auf der Reise, danke Brigi
) und ein unkonventioneller Weihnachtsbaum samt Geschenken! Auch wenn Weihnachten mit T-Shirt-Temperaturen und Tageslicht bis 21.30 Uhr einmal ganz anders waren, genossen wir diesen speziellen Abend in vollen Zügen! Eine Skype-Session mit der Familie und Lindor-Kugeln als „Bettmümpfeli“ waren der gelungene Ausklang. Am Weihnachtstag fuhren wir zu Milford Sound und genossen eine Cruise durch die Fjordlandschaft bei Sonnenschein! Zu schnell verging die Zeit…wir hatten uns richtig eingelebt und schon mussten wir uns wieder trennen! Trotzdem bleibt uns diese Zeit zu viert in bester Erinnung!
Vulkangegend Nordinsel – Wir planten zuerst nur die Südinsle zu erkunden. Die Freude an der Abwechslung liess uns aber nicht in Ruhe und wir entschieden uns spontan für einige Tage auf der Nordinsel ein. Diese bot den perfekten Kontrast! Die Gegend um Rotorua wirkte richtig anziehend. Der Besuch des Parkes Thermal Wonderland war genial! Man fühlte sich in Mitten eines brodelden Hexenkessels! Der Schlamm blubberte, es dampfte aus allen Ecken und die Farben der Tümpel schienen richtig giftig! Leider zeigen das die Fotos nicht so extrem. In Wirklichkeit waren wir fast geblendet von dem giftgrün und den orange-blauen Teichen: Magic! Ein angenehmer Nebeneffekt im Vulkangebiet waren die heissen Quellen. Durch den Geheimtipp aus unserem Guide (NZ Frency) konnten wir in einem Fluss mit heissem Wasser inklusiv natürlichem Wasserfall baden und das alleine! In der Nähe von Te Anau hüpften wir auch mehrmals ins wohltuende Nass, einfach genial!
Wandern – Neuseeland ist geradezu dafür geschaffen die Natur zu Fuss zu entdecken. Die Wege sind unglaublich gut unterhalten, immer mit einer Beschreibung versehen und ohne jeglichen Abfall. Die bekanntesten und wohl auch schönsten Tracks sind die Great Walks. Wir packten drei von diesen in unser Reiseprogramm.
Der Kepler Track dauerte drei Tage und war sicherlich der abwechslungsreichste. Der Weg führte anfangs dem „Lake Te Anau“ entlang. Dieser ist so sauber, dass man das Wasser direkt daraus trinken kann. Der steile Aufstieg von 900 Metern führte uns durch Farnwälder zu riesen Kalksteinformationen. Oberhalb der Baumgrenze übernachteten wir das erste Mal in einer Hütte, zelten war nicht erlaubt. Die Aussicht über den See und zu den Bergen war phänomenal! Am zweiten Tag verschlechterte sich das Wetter leider. Trotz des zum Teil heftigen Windes (bis zu 80 km/h) war der Weg einmalig: Meistens führte er dem Grat entlang durch felsige Landschaft mit unglaublichen Ausblicken. Nach dem Abstieg verbrachten wir die Nacht im Tal und wanderten am letzten Tag durch moosige Wälder und an klaren Flüssen vorbei zurück…eine sehr empfehlenswerte Wanderung!
Die zweite Wanderung machten wir im Abel Tasman Nationalpark. Aus den geplanten zwei Tagen wurde leider nur eine Tageswanderung. Wegen des vielen Regens wurde der Zugangs zur geplanten Route abgeschnitten. Wir wählten einen Tag voller Sonnenschein. Trotz den vielen Touristen auf dem „Trampelpfad“ genossen wir die Bootsfahrt, die Ausblicke auf die wunderschönen Buchten und die Bewegung in den kühlen, satt-grünen Wälder.
Im krassen Gegensatz stand unsere dritte Wanderung. Auch hier hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir planten eine Drei-Tages-Wanderung im Tongariro Nationalpark. Die Wetterverhältnisse liessen aber unseren geplanten Start nicht zu, der Wind und die Niederschläge wären zu gefährlich gewesen. Wir warteten geschlagene vier Tage auf besseres Wetter und konnten schliesslich die sogenannte Tongariro-Crossing doch noch in Angriff nehmen. Es war der erste Tag im Jahr 2012, wo die Wanderung möglich war und es war bereits der 17. Januar! Vorhin war das Wetter so schlecht, dass die Shuttle-Busse gar nicht verkehrten. Wir zählten uns also doch noch zu den Glücklichen! Der Tag war lang, neben den mehr als 19 Kilometern durch unglaublich schöne Vulkanlandschaft bestiegen wir zusätzlich den Vulkan, Mount Ngauruhoe. Besser bekannt als Mount Doom aus „Herr der Ringe“. Wir suchten jedoch vergebens nach Frodos Fussspuren.
Umso mehr hatten wir uns den anschliessenden Apéro mit Bier und Chips verdient!
So, dieses Mal gibt es weniger Text, dafür umso mehr Bilder!
Wir sind nun zurück in Malaysia und planen unsere Weiterreise. Unterdessen schicken wir euch viiiiiiel Wärme und Sonnenschein! Und hoffen, der Frühling setzt bald ein, Tulpen gibt es ja schon zu kaufen!
Liebe Grüsse!!!
Bildgallerie Neuseeland:
GPS Track der beiden Inseln:
Philippinen
Nach unserem Japanaufenthalt war Erholung angesagt. Die Philippinen mit ihren über 7000 Inseln schienen uns perfekt dazu. Die Ankunft um Mitternacht in der schwülen Hauptstadt ‘Manila’ versetzte uns aber zuerst einmal in eine Art Schockzustand.
Nicht nur das Klima machte uns anfangs zu schaffen, sondern auch die chaotischen Zustände und die dreisten Taxifahrer. Wir schlugen uns aber gut durch und trafen spät in der Nacht bei Akra ein, unserem Couchsurfer-Host.
In einem von Sicherheitspersonal bewachten Wohnblock konnten wir es uns gemütlich machen. Es war wieder einmal eine sehr interessante Begegnung. Akra ist ursprünglich von der Elfenbeinküste, wohnte jedoch lange in Frankreich und arbeitet heute in einer international tätigen Firma, welche ihr Callcenter in die Philippinen ausgelagert hat. Die Philippinen haben Indien als grössten Outsourcing-Dienstleister abgelöst. Ein möglicher Grund dafür liegt in der englischen Sprache, welche seit der amerikanischen Besetzung neben Tagalog die zweite Amtssprache ist. Der Arbeitsplatz von Akra befindet sich in einem neuen, boombenden Stadtteil. Die modernen Wolkenkratzer liegen praktisch neben den Slums, ein riesen Gegensatz und gleichzeitig eine Widerspiegelung der krassen Unterschiede zwischen arm und reich in diesem Land.
Sehr gerne verliessen wir die Stadt wieder. Wir flogen auf die Insel Palawan, südwestlich von ‘Manila’. Hier genossen wir die ausgelassene Ferienstimmung. Täglich auswärts essen, mit vorgängigem Apéro in einer der unzähligen Bars, eine schöne Unterkunft…wir liessen es uns gut gehen! Von ‘Puerto Princesa’, dem Hauptort der Insel, starteten wir unsere Tour. Zusammen mit Sabina und Yves (ebenfalls Schweizer) verbrachten wir eine Woche mit Inselhopping, Schnorcheltouren, feinem Essen und sogar einem Jass! Der erste überhaupt auf der Reise!
Im touristischen Ort ‘El Nido’ unternahmen wir Bootstouren in die geniale Umgebung. Wunderschöne, einsame Strände, kliffartige Kalksteinformationen, die senkrecht aus dem Wasser schiessen, farbenprächtige Unterwasserwelt (inklusiv Nemo und Schildkröte), Höhlen und Lagunen. Das Mittagessen wurde jeweils auf einer Insel über dem Feuer zubereitet, ein Traum! Die Abende konnten wir am Strand im Fackellicht und mit Live-Musik ausklingen lassen.
Der Tourismus hat aber auch seine Schattenseite. Viele der Korallenriffe sind abgestorben. Zuviele Besucher zerstören die wunderschöne Natur. Uns sind vorallem die einheimischen Touristen negativ aufgefallen. Wir beobachteten, wie eine grosse Gruppe Filipinos frischfröhlich über die Korallen trampelte. So etwas schmerzt, wenn man bedenkt, wie lang Zeit diese zur Regenerierung benötigen. Wahrscheinlich ist das Wissen über die Natur und wie man sie schützt einfach noch nicht angekommen. Viele solche Situationen konnten wir beobachten: Der Bootsmann streift die Korallen, es wird gefischt, wo man nicht dürfte, überall wird Abfall der Natur überlassen…traurig! Hier muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden!
Nach den Inselferien wollten wir noch eine ganz andere Seite der Philippinen kennenlernen. Mit dem Bus ging’s deshalb Richtung Norden nach ‘Bagio’, einem bekannten Touristenort für die Einheimischen. Das Klima hier ist super: Viel kühler und nicht mehr so feucht. Wir fühlten uns einwenig nach Südamerika zurückversetzt. Für die Filipinos ist es vielleicht wie ein Skiort für uns: Viele trugen abends bei geschätzten 15 Grad warme Mützen. Ausser dem Klima hat es uns hier aber gar nicht gefallen. Bei so vielen Touristen sind auch die Diebe nicht weit. Wir konnten nur knapp den Diebstahl unserer Kamera vermeiden, die Tasche wurde bereits wie von Geisterhand geöffnet… Man gewöhnt sich einfach sehr schnell, oder ZU schnell, an ein sicheres Land und wird unvorsichtig.
Die Weiterreise führte über die spektakuläre Gebirgsstrasse Halsema. Sie ist die höchstgelegene Strasse der Philippinen und bietet fantastische Ausblicke auf Reisterrassen, Gemüseplantagen und abgestürzte Autowracks…zum Glück hatten wir gutes Wetter für diese Fahrt!
Angekommen in Sagada schlug es leider wieder um und es regnete die meiste Zeit. Wir unternahmen nur eine kleine Wanderung. Diese führte uns zu den bekannten „hängenden Särgen“, eine Begräbnisart, die einen grusligen Eindruck hinterlässt. Mit dem Jeepney (ein umgebauter, farbenfroher, ehemals amerikanischer Militärjeep) statteten wir den berühmten Reisterrasen von ‚Maligcong‘ einen Besuch ab. So viel Arbeit steckt hinter diesen zum Teil über 1000-jährigen Kunstwerken! Noch schöner wären sie aber sicherlich, wenn alle bepflanzt und grün wären…
Eine weitere kurvenreiche Strasse führte uns über den Bessang-Pass an die Westküste. ‚Vigan‘, die besterhaltene spanische Kolonialstadt und Weltkulturerbe, war unser letztes Ziel. Wie im Bilderbuch erstrahlen die Gebäude und die vielen Kutschen lassen einem in die Zeit zurückversetzen ohne den lästigen, lauten Verkehr. Auch hier machten wir eine aussergewöhnliche Bekanntschaft. Zufällig betraten wir einen Shop, der von Behinderten geführt wird. Uns fiel ein Mann im Rollstuhl mit einem T-Shirt von „Swiss Olympics“ auf. Als wir ins Gespräch kamen erfuhren wir, dass er bereits zweimal in der Schweiz war. Ein schweizer Pfarrer unterstützt die Gemeinde und ermöglicht ihnen ein anständiges Leben trotz Behinderung. Es war rührend, als er mit strahlendem Gesicht von der Schweiz erzählte. Wie er das erste Mal Schnee sah, den „stinkenden“ Käse mit viel Überwindung probierte und wie er sich als Behinderter als„Number one“ gefühlt hat.
Die Filipinos sind unglaublich freundliche Leute, lachen viel und leben von heute auf morgen ohne an die Zukunft zu denken. Wenn sie Geld brauchen können sie in einem der vielen „Pawnshops“ (Pfand-Shop) ihr Hab und Gut für eine gewisse Zeit verpfänden. Sie bezahlen zwar einen hohen Zins von ungefähr 10% pro Monat, kommen aber sehr schnell an eine kleine Summe, damit sie versorgt sind bis zum nächsten Zahltag. Falls es nicht möglich ist, das Pfand zurückzukaufen gehört es dem Shop und dieser verkauft es dann wieder weiter. Es wird immer sehr kurzfristig gedacht. Im Restaurant hat sich dies auch mehrmals bestätigt. Man bestellt ein Ei zum Frühstück und sieht, wie das Ei gleich im Shop über die Strasse zuerst eingekauft werden muss.
Für schweizer Verhältnisse undenkbar, aber es funktioniert! Und trotz dieser völlig anderen Mentalität verschlägt es viele Schweizer in die Philippinen (hier ein Beispiel). Sie betreiben meistens ein Restaurant oder ein ganzes Resort. Für uns war das im wahrsten Sinne des Wortes „gefundenes Fressen“. Denn neben dem sonst für uns nicht sehr attraktiven philippinischen Menuplan mit viel Reis und Fleisch minderer Qualität trumpft ein Cordon bleu (eines wie zu Hause, nur für viel weniger Geld) sehr auf! ![]()
Über acht Millionen Filipinos arbeiten ständig im Ausland. Die Männer vielfach in der Schifffahrt. Auch wir haben Filipinos während unserer Frachtschiffreise getroffen, die auf einem Kohleschiff im Einsatz waren. Die Frauen arbeiten häufig als Haushaltshilfe oder Kindermädchen. Und genau eine solche Frau lernten wir auch kennen. Sie arbeitet in Hongkong für eine Familie. Während ihrer Ferien in der Heimat wurde sie schwanger. Sie ist jetzt kurz vor der Niederkunft wieder zu Hause und wird ihr Kind zwei Monate nach der Geburt bei ihrer Mutter zurücklassen, um wieder ins Ausland arbeiten zu gehen…Klar können sie dadurch ihre Familien finanziell unterstützen. Die Kehrseite ist jedoch, dass viele Fachkräfte abwandern und so das Land nicht wirklich Fortschritte zu machen scheint.
Das Reisen auf den Philippinen ist ziemlich einfach. Man sollte jedoch eine zusätzliche Portion Geduld und Flexibilität mitbringen, am Schluss funktionierte aber immer alles. Es ist ein grosser Vorteil, dass man sich in englisch verständigen kann. Wir würden aber bestimmt nicht mehr einen so krassen Kulturwechsel (von Japan auf die Philippinen) planen. Wir brauchten zu viel Zeit, bis wir im Land richtig „angekommen“ waren, zu gross waren die Unterschiede.
Mit grosser Vorfreude verliessen wir die Philippinen, um via Kuala Lumpur zu unserem nächsten Ziel zu gelangen: Neuseeland! Hier sind wir jetzt bereits über einen Monat unterwegs! Wir haben sehr vieles zu berichten, aber wie immer alles mit der Ruhe! ![]()
Wir hoffen, ihr hattet schöne Feiertage und einen gelungenen Start ins 2012! Nur das Beste für euch alle und liebe Grüsse aus Neuseeland!
Bildgallerie Philippinen:
GPS Track der Philippinen:
Japan
David hat das Land der aufgehenden Sonne bereits zweimal besucht, für Karin war es das erste Mal. Umso intensiver war die Erfahrung. Japan ist wie ein kulturelles Galápagos, ein Ort an dem eine einzigartige Zivilisation lange Zeit ohne äussere Einflüsse wachsen und gedeihen konnte. Es ist sehr schwierig zu erklären, was hier alles anders ist. Aber wir versuchen’s einmal!
In der Riesenmetropole Tokyo verbrachten wir unsere erste Woche. Die grösste Stadt der Welt platzt aus allen Nähten, in der Bucht von Tokyo wurde deshalb schon eine riesen Fläche aufgeschüttet um neues Land zu gewinnen. Hier kommt der Kontrast extrem zur Geltung: Futuristische Stadtviertel wechseln sich ab mit ruhigen Oasen der Tempel, alles erstaunlich sauber und geordnet. Wir sehen Frauen in Kimonos und solche, die sich als Manga-Figuren verkleiden. Es gibt soviel zu sehen und zu entdecken, dass es manchmal schon Unterhaltung genug ist sich einfach hinzusetzen und die Leute zu beobachten. Mode ist hier sehr wichtig, vorallem bei den jüngeren so scheint es. Die Outfits sind zum Teil so schräg, dass man sie bei uns wohl eher an der Fasnacht erwarten würde. Es gibt keine Tabus: Frauen in mittelalterlicher Kleidung, Frauen, die aussehen wollen wie kleine Mädchen und Männer, die aussehen wollen wie Frauen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einem traditionellen Ryokan. Verunsichert betraten wir dieses. Es gibt so viele Regeln, was man tun soll und vorallem was nicht. Wichtig ist immer: Schuhe ausziehen! An das haben wir uns schnell gewöhnt. Auch an das Schuhe wechseln im Bad. Es stehen meistens separate Schuhe bereit für das stille Örtchen, wichtig ist hier vorallem: Wechseln bevor man es wieder verlässt, sonst wird es peinlich! Der Boden des Zimmers besteht aus Tatami-Matten, geschlafen wird auf sogenannten Futons. Das ist sehr praktisch und vorallem platzsparend. Am Tag werden diese nämlich zusammengerollt und man kann die Fläche andersweitig gebrauchen. Vorallem in der Stadt, wo die Wohnungen sehr klein sind, macht das wirklich Sinn.
Für die weiteren Nächte konnten wir Couchsurfen. Hier konnten wir das erste Mal die enorme Gastfreundschaft der Japaner spüren! Satoshi liess uns in seinem Bett schlafen, während er in der Küche am Boden schlief. Er war richtig dankbar, dass wir ihn besuchten: Verkehrte Welt!
Ein Highlight in Tokyo war bestimmt der Tsukiji-Fischmarkt, der grösste Fischmarkt der Welt. Hier werden täglich 2500 Tonnen Fische und Meeresfrüchte gehandelt! Um 4.00 Uhr war Tagwacht. Die Thunfisch-Auktion startet nämlich bereits um 5.00 Uhr. Mit einer Tour konnten wir das Treiben beobachten: Die gefrorenen Fisch-Tranchen lagen zum Probieren bereit, die riesigen Fische wurden genau unter die Lupe genommen und ab und zu versammelten sich die Leute und ein Mann startete die Auktion mit einem Glöckchen, dann ging das Geschrei los! Wirklich eine eindrückliche Erfahrung! Schaut selbst:
Unsere Tage waren sehr abwechslungsreich: Wir besuchten die Börse (Nikkei Index), erlebten ein Baseball-Spiel hautnah oder genossen den Sonnenuntergang auf Odaiba mit Sicht auf die Rainbow-Brücke.
Hier zwischendurch einen kleinen Ausflug in die japanische Kulinarik: Das Essen spielt eine sehr zentrale Rolle, es ist nicht nur einfach Nahrungsaufnahme. Bei uns bringt man wahrscheinlich Suhsi zuerst mit Japan in Verbindung. Doch hier gibt es noch viel mehr! Niemals hätten wir erwartet, dass die Küche so vielseitig und gesund ist: Sehr viel frisches Gemüse, Fisch, Reis und wenig Fleisch. Anstelle der Menukarten vor den Restaurants werden hier die angebotenen Gerichte gleich in Form von Wachsmodellen dargestellt. Diese sahen dem Original verblüffend ähnlich und für uns war es zugleich die ideale Übersetzung.
Ramen-Shops waren unsere Favoriten. Das sind traditionelle Restaurants in welchen Nudelsuppen serviert werden. Man setzt sich an die Bar und kann gleich zusehen bei der Zubereitung. Über’s Land verteilt hat jede Region wieder ihre speziellen Nudeln und so varieren die Gerichte immer wieder. Wichtig: Laut schlürfen nicht vergessen! Auch Fastfood hat Einzug gehalten. Auf japanische Art heisst das: Bestellen am Automat ausserhalb des Lokals. Zum Glück mit Hilfe von Bildern, damit auch wir es verstehen. Bezahlt wird auch gleich am Automat. Mit der Quittung stellt man sich an, setzt sich an die Bar, an welcher Essensstäbchen und Saucen bereit stehen und erhält dann das gewünschte Essen. Eine super Idee finden wir, es geht schnell, ist günstig und vorallem sehr gut! Wenn die Temperaturen sinken, wird „Nabe“ aktuell. Das ist ein Tontopf gefüllt mit einer Art Bouillon, in dem Zutaten nach Lust und Laune direkt am Tisch gekocht werden: Nudeln, Fleisch, Pilze, Gemüse und und und. Man geniesst diese dann entweder mit Sauce oder man dunkt sie in rohem Ei, mhmmmmmm!! Wie es aussieht sind die Japaner grosse Freunde der französischen Küche. Dementsprechend viele französische Bäckereien gibt es. Für uns natürlich ein wahrer Genuss, wenn man wieder einmal ein „echtes“ Baguette findet, und das in Japan!
Was uns auch gleich am Anfang auffiel war die Vorliebe der Japaner für Hightech-Toiletten! Man stellt sich einen Klosomaten vor, hinzu kommen verschiedene Einstellungen, wie fest und wie warm das Wasser sein soll. Der Ring ist geheizt und teilweise wird dieser auch automatisch aufgeklappt. Bei den Frauen-WCs hat man sogar noch einen Geräuscheknopf, man kann diskret von seinen eigenen Geräuschen ablenken zum Beispiel mit einem Wasserrauschen oder einem Vogelgezwitscher!
Es machte Spass, auch wenn man sich in der Zeit des Stromsparens über den Sinn streiten kann. Wir starteten einen Wettbewerb unter uns: Wer findet das WC mit den meisten Knöpfen? Hier das Gewinner-WC mit 15 Knöpfen:
Für drei Wochen hatten wir einen JR-Railpass, sozusagen ein GA für kurze Zeit. Das ermöglichte uns die freie Fahrt auf dem gesamten JR-Streckennetz ohne eingeschränkte Kilometeranzahl. Wichtig ist vorallem, dass man diesen nur ausserhalb Japans kaufen kann. Einmal eingereist, kann man nur noch sehr teure Einzelfahrten kaufen. Somit war der Weg frei für die Erkundung Japans im Zug!
Wir stiegen in den Hochgeschwindigkeitszug „Shinkansen“ und fuhren mit zum Teil über 300 Stundenkilometern Richtung Norden. Diese Strecke (Hayabusa) wurde sechs Tage vor dem schweren Erdbeben am 11. März dieses Jahres eröffnet. Nach einer Unterbrechung war es uns möglich das Katastrophengebiet rund um Fukushima zu passieren. Imposant war der Tunnel, welcher unter dem Meer hindurchführt um auf die nördlichste Insel ‚Hokkaido‘ zu gelangen. Diese ist bekannt für die einzigartige Natur und die vielen Nationalparks. Das Klima kann rau und hart sein, das konnten wir dann in der zweiten Nacht am eigenen Leib erfahren. Der Regen verwandelte sich nämlich über Nacht in Schnee und so fanden wir uns im eingeschneiten Zelt wieder!
Umso schöner bei diesem Klima waren dann die Besuche der Onsen, der heissen Quellen. Die Vielfalt der verschiedenen Bäder in Japan ist enorm. Vom individuellen Freiluftbad bis zum Gemeinschaftsbad, von siedend heissem Wasser zum lauwarmen Sand-Onsen. Beim Besuch ist auch wieder wichtig, die Onsen-Ettikette zu befolgen, denn als Ausländer kann man hier sehr schnell negativ auffallen. Am wichtigsten ist, dass man sich vor dem Bad mit viel Seife und Shampoo an einem der Waschplätze wäscht. Zum Teil ist die Ganzkörperpflege sehr gründlich, inklusive Rasur und Zähneputzen. Frisch gepflegt kann man dann ins Badewasser steigen. Frauen und Männer sind meistens getrennt, man ist nackt. Diese Reinigung und Entspannung durch das heisse Wasser und die Sauna, welche sich meistens auch noch im Bad befindet, tut so gut und wir wundern uns langsam nicht mehr, warum die Japaner so alt werden!
Das Schöne ist zudem, dass es nahezu überall in Japan solche Onsen gibt, da ganz Japan in vulkanisch aktivem Gebiet liegt. Wir haben uns schnell an diese Tradition gewöhnt uns stiegen soviel wie möglich ins wohltuende Wasser.
Ein besonderes Zug-Erlebnis war die Nachtfahrt zurück in den Süden. Wir konnten uns im sogenannten „Carpet-train“ einquartieren. Das ist ein ganz einfacher Schlafwagen, wie der Name schon sagt schläft man auf einem Teppich, Futons werden auch zur Verfügung gestellt. Auf diese Art sind wir noch nie gereist!
Unser Ziel war die Nagano-Präfektur. Eine Bergregion, die zum wandern einlädt. Wir packten die Gelegenheit und besuchten die höchstgelegene Onsen Japans auf 2150 Metern über Meer! Das Wasser im kleinen Pool war trüb, es strotzte nur so von verschiedenen Mineralien! Mehr als 20 Minuten hielten wir es nicht aus im Wasser, die Haut begann zu jucken. Doch im Nachhinein fühlte sie sich besser an als denn je.
In Matsumoto hatten wir persönliche Guides. Yuya und seine Freundin Sayuri waren unsere Couchsurfer-Hosts. Wir waren ihre ersten Gäste und dementsprechend Mühe gaben sie sich. Gastfreundschaft erreichte eine neue Dimension.
Mit ihrem Auto fuhren wir ins Kiso-Tal nach Narai, inmitten der japanischen Alpen.Die Zeit hier scheint stehen geblieben: Kopfsteinpflaster und traditionelle Holzhäuser ganz in dunkelbraun, wunderschön! Wir besuchten zusammen ihre lieblings Onsen und verbrachten einen sehr amüsanten Abend im Restaurant mit Yakitori-Spiesschen und Bier. Da alles in japanisch angeschrieben war übernahmen sie die Bestellung und wir wurden immer wieder aufs Neue überrascht: Die Vielfältigkeit der Spiesschen war unglaublich!
Am nächsten Morgen stand das Frühstück schon auf dem Tisch und zum krönenden Abschluss versorgte er uns noch mit einem Picknick-Päckli mit selbstgemachten rice balls und gekochten Eiern! Es ist wirklich kaum zu glauben wie nett und grosszügig die Leute hier sind!
Sehr eindrücklich war der anschliessende Besuch der Stadt Hiroshima. Hier wurde am 6. August 1945 die erste Atombombe abgeworfen. Der Friedenspark im Zentrum der Stadt ist der zentrale Ort des Gedenkens an die Opfer. Das Friedensmuseum informiert sehr detailreich über den Horror-Tag. Fast zu viele Details, denn das Leiden der Bevölkerung wird mit persönlichen Berichten, Fotos und Gegenständen so gut veranschaulicht, dass man es nicht lange aushält. Der Besuch war bedrückend und schockierend zugleich, trotzdem konnten wir einiges lernen.
Wir statteten auch Kyushu, der südlichsten der Hauptinseln, einen Besuch ab. Sehr beeindruckend war hier vorallem der Vulkan Aso, den wir mit einer Wanderung erreichten. Was uns aber vorallem an Aso erinnert ist folgende Geschichte. Wir waren auf der Suche nach einem Zeltplatz. Der offizielle war zu Fuss nicht zu erreichen und mit unserem Budget ist Taxifahren in Japan auch keine Option. Also fragten wir spontan einen älteren Herrn, ob wir auf der Wiese vor seinem Haus übernachten dürften. Daraufhin meinte er, es sei viel zu kalt in der Nacht und lud uns zu sich in die warme Stube ein. Nach einem japanischen Tee bot er uns sein Haus zum Übernachten an. Die Japaner haben eine Art an sich, die eine Widerrede nicht duldet. Also liessen wir uns nieder. Er empfahl uns eine Onsen in der Nähe und als wir erholt zurückkehrten stand schon das Nachtessen auf dem Tisch! Seine Englischkenntnisse waren sehr bescheiden, aber mit Händen und Füssen konnten wir uns verständigen und hatten einen sehr unterhaltsamen Abend. Am Morgen wurde uns Frühstück serviert, so grosszügig! Nach der Wanderung brachten wir ihnen Geschenke zum Dank.
Sie freuten sich so darüber, dass sie uns auch gleich wieder beschenkten!
Dieser Brauch ist auch sehr typisch für Japan. Geschenk oder kleines Mitbringsel bedeutet in japanisch “Omiyage”. Sie werden bei sehr vielen Situationen im Alltag überreicht, sei es ein spontaner Besuch oder bei einer Einladung. Neben den Geschenken wie wir sie kennen zu Geburtstag oder Weihnachten gibt es sogar zweimal im Jahr eine Geschenk-Saison. Die Geschäfte machen dann die Leute dementsprechend darauf aufmerksam, es wird geschenkt was das Zeug hält. Am schönsten ist natürlich die persönliche Übergabe. Doch bei so vielen Geschenken ist das nicht immer möglich und so haben sich die Läden organisiert und bieten einen Verpackungs- und Lieferservice an! Wichtiger als der Inhalt sei die Verpackung: Sie muss besonders schmuck und glitzernd sein und darf auf keinen Fall fehlen. Das Gegengeschenk, wie wir es erlebten, gilt als höflich. Vor lauter Beschenkerei verabschiedeten wir uns und machten uns auf zum Bahnhof. Kurz vor der Abfahrt erlebten wir jedoch nochmals eine Überraschung. Moritoshi überbrachte uns „Japanese fried chicken“, damit wir etwas zu Essen hätten im Zug, allerliebst!
Nach dem Besuch des Onsen-Mekkas ‚Beppu‘, wo der Schwefelgeruch in der Luft dominiert und es raucht an allen Ecken und Enden, erkundeten wir Matsuyama auf der Insel Shikoku. Wir erlebten zudem eine weitere Onsen-Superlative nämlich der Besuch der Dōgo Onsen, welche auf eine 3000 jährige Geschichte zurückblickt und somit die älteste Therme Japans ist. Sehr sehenswert hier war auch das Schloss, welches erhaben über der Stadt thront.
Ein weiteres Schloss wollten wir in Himeji bewundern. Wir wurden aber einwenig enttäuscht, denn das einzige was wir zu sehen bekamen war ein Baugerüst. Die Burg wird nämlich für fünf Jahre renoviert und deshalb begnügten wir uns mit dem angrenzenden japanischen Garten, welcher 2500 Kois beheimatet. War also auch sehr schön, und auch sehr typisch. Mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet.
Wir sammelten unsere Kräfte, dann jetzt ging es in die touristischte Gegend Japans: Kyoto oder: Das kulturelle Herz Japans. Es soll jährlich 58 Millionen Besucher anlocken! Aber es hat auch allen Grund dazu. Noch nie sahen wir soviele Tempel und Schreine. Sie werden auf rund 2000 geschätzt! Von Kyoto aus unternahmen wir aber zuerst einen Tagesausflug in das angrenzende Nara. Zu Fuss erkundeten wir die Umgebung. Der Nara-Park mit dem Todaiji-Tempel, das grösste Holzgebäude der Welt, war nur ein Höhepunkt. Darin bestaunten wir die grosse, bronzene Buddha-Statue, die mit rund 16 Metern Höhe und einem Gewicht von ca. 25 Tonnen sehr imposant war. Im Park gibt es sehr viele Rehe, die uns zum Teil leid taten. Für die riesen Scharen an Schulkindern waren sie nämlich ein gefundenes Spielzeug.
Beim Couchsurfen in Kyoto hatten wir besonders Glück. Unser Host: Masashi, 70 Jahre alt, sehr offen und sympathisch und vorallem sehr fit! Ein Beispiel dafür ist, dass er vor zwei Jahren in Neuseeland einen Fallschirmsprung wagte, was für eine Leistung! Er kennt sich super aus und zeigte uns seine Stadt zwei Tage lang: Tempel-Hopping sozusagen. Perfekt war, dass er uns auch die nicht so touristischen Plätze zeigen konnte und wir natürlich keine Zeit brauchten, die verschiedenen Verkehrsmittel zu studieren. Nur immer schön seinem zügigen Schritt folgen und geniessen!
Unser letzter Stopp war Osaka. Hier besuchten wir eines der grössten Aquarien der Welt. Die Tiere waren sehr aktiv und deshalb umso unterhaltsamer. Der Star der Anlage ist ein riesen Walhai. Es war beeindruckend zu sehen,wie sie das Koloss füttereten. Ganz speziell war eine Art Kinderabteilulng. Hier gab es ein Becken mit kleinen Haien und Rochen, die man anfassen durfte! Wo sonst kann man Haie streicheln?! Den Abend verbrachten wir mit Sakiko und ihrer Familie. Sie kochten Okonomiyaki, eine unserer Lieblingsspeisen! Natürlich nach Osaka-Art! Wow war das gut! Wir assen viel, tranken noch mehr und führten Gespräche über Japan und die Schweiz. Wir glauben, dass wir während unserem Japan-Aufenthalt viele Touristen angelockt haben. „Schweiz Tourismus“ könnte uns eigentlich ein bisschen sponsoren für unsere gute Werbung!
Unsere letzte Tat in Japan war ein weiterer Aufenthalt im Sushi-Restaurant. Mit einem sogenannten Karrusell werden einem die Leckereien auf einem Förderband automatisch serviert. In Osaka wurde diese Art übrigens erfunden! Man nimmt was einem „gluschtet“ und bezahlt am Schluss pro Teller. Mittels eigenem Display kann man noch zusätzliches Essen bestellen, einfach genial!
Wir hatten eine sehr intensive Zeit in Japan. Wir reisten fast so schnell, wie wir es von den Japanern in Europa gewöhnt sind.
Das Land mit seinen vielen Facetten ist so faszinierend, dass wir es jetzt schon zu einem Highlight unserer Reise zählen können. Es sind vorallem die Menschen, die es ausmachen: Uns gefiel die Gastfreundschaft und das respektvolle Verhalte einander gegenüber. Das zeigt sich im Alltag sehr gut, die gegenseitigen Verneigungen sind omnipräsent. Es ist vielleicht auch deshalb so interessant, weil die Infrastruktur und die Entwicklung fast nicht abweicht von unserer, aber man sich trotzdem so fremd fühlt wegen der komplett anderen Kultur. Man trifft auf viel Unverständliches, aber das ist es genau, was das Reisen in Japan so spannend macht!
Das viele Couchsurfen erleichterte uns bestimmt auch das Reisen. Wir hatten so praktisch immer einen Übersetzer bei uns und wir wurden mit vielen Tipps beschenkt was das Essen oder auch die Ausflüge betrafen. Es war so spannend, weil es immer anders ist. Man weiss nie, was einem erwartet und wird so sehr anpassungsfähig. Ein weiteres Mal ein riesen Dankeschön an die Erfinder des Couchsurfens, eine super Sache! Die Übernachtungen belasteten so auch nicht unser Budget. Denn Japan ist sicherlich nicht ein Backpacker-Land. Um mit wenig Geld über die Runden zu kommen braucht es einfach mehr Aufwand: Genaue Planung, Insider-Wissen und Flexibilität.
Die Reise führt uns weiter in eine total andere Welt: Die Philippinen! Was wir hier erleben dürfen verraten wir aber erst später!
Eine wunderschöne Adventszeit euch allen, geniesst es!
Bildgallerie Japan:
Zurückgelegte Strecke:
























